Weekend-Flash: Renditen steigen – DAX verliert, Nasdaq 100 legt zu
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Erst der schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht dämpfte am Freitag die Zinssorgen. Der DAX beendete die Woche im Minus, während Chip- und KI-Werte den Nasdaq 100 ins Plus trugen.
Wochenrückblick
Den Ton gaben die Anleihemärkte an: Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg bis auf 5,34 % und damit auf den höchsten Stand seit 2002. Italienische Staatsanleihen rentierten so hoch wie seit 2023 nicht mehr. Den Renditeanstieg trieb der Ölpreis, nachdem Trumps Absage an den iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus Brent zum Wochenstart hatte steigen lassen. Am Dienstag verbilligte sich Öl um mehr als 8 %, weil Saudi-Arabien mehr lieferte und die USA Reserven freigeben wollten; Berichte über Angriffe auf drei Tankschiffe in der Meerenge machten die Entlastung jedoch schnell zunichte.
Europas Preisdaten verstärkten die Zinssorgen: Die deutsche Inflation sprang im September auf 3,3 % (erwartet: 3,2 %), die der Eurozone auf 3,8 % (erwartet: 3,6 %). Das nährte Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung der EZB. In den USA fiel der PCE-Preisindex mit 3,4 % schwächer aus als die erwarteten 3,7 %, doch Fed-Vertreter wie Michael Barr und Neel Kashkari schlossen weitere Zinsschritte nicht aus. Erst der schwächere Arbeitsmarktbericht am Freitag dämpfte die Erwartung weiterer Fed-Zinserhöhungen.
Dem DAX genügte das Freitagsplus von 1,17 % nicht für eine positive Wochenbilanz: Nach dem Rückgang unter die 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag beendete er die Woche bei 25.231,2 Punkten, ein Minus von 0,70 %. Dagegen gewann der Nasdaq 100, getragen von Chip- und KI-Werten um Nvidia und Micron, auf Wochensicht 0,65 % auf 30.807,93 Punkte. S&P 500 (-0,27 % auf 7.722,72 Punkte) und Dow Jones (-1,26 % auf 51.176,96 Punkte) verzeichneten Wochenverluste.
Bei den Rohstoffen verteuerte sich Brent im Wochenverlauf um 3,72 % auf 107,93 USD, während Gold unter dem Druck steigender Renditen 3,68 % auf 4.162,3 USD verlor. Der höhere Ölpreis und die Aussicht auf weitere US-Zinserhöhungen belasteten den EUR/USD, der auf Wochensicht um 1,22 % auf 1,13 fiel und am Donnerstag den tiefsten Stand seit Mai 2025 markierte. Bitcoin legte im Wochenverlauf um 0,49 % auf 84.504,88 USD zu. Mit dem Mittwoch endete zudem das dritte Quartal, für die Kryptowährung mit über 42 % Plus das beste dritte Quartal seit 2017.
Europa
Tops & Flops Europa — Wochensicht (L&S)
| Wert | Woche |
|---|---|
| PVA TePla | +18,12 % |
| SUSS MicroTec | +12,60 % |
| Siltronic | +12,57 % |
| VERBIO Vereinigt.BioEnergie | -12,02 % |
| Auto1 Group | -10,79 % |
| Bayer | -10,19 % |
Übernahmen prägten die Woche: Evonik lehnte Berichten zufolge ein Angebot von BASF über 10,3 Mrd. EUR ab, die Sondierungen galten aber als offen. KKR und RWE reichten Berichten zufolge ein gemeinsames Gebot für Uniper ein.
Im Ringen um die Commerzbank verlangte die Bundesregierung von UniCredit-Chef Andrea Orcel verbindliche Zusagen für den Fortbestand als eigenständiges, börsennotiertes Institut. Die Deutsche Bank stufte die Commerzbank-Aktie auf Halten ab, weil wichtige Kurstreiber eingepreist seien.
Aus der Autobranche kamen schwache Signale. Volkswagen kündigte fast alle Tarifverträge, die Softwaretochter Cariad wollte rund 1.000 Stellen streichen. BMW rechnete erst zu Beginn des kommenden Jahrzehnts wieder mit einer Auto-EBIT-Marge von 8 bis 10 %, während Volvo Cars seine Jahresziele für Absatz und Barmittelzufluss zurücknahm.
Bei den Chipwerten verpuffte der Schwung durch die Micron-Zahlen schnell: Aixtron, Süss MicroTec und Siltronic (Aktuelle Analyse) gaben am Donnerstag deutlich nach, nachdem Micron vor steigenden Kosten und Margendruck gewarnt hatte. Der Kursrutsch bei Nike traf Adidas und Puma dagegen kaum, weil mehrere Analysten beiden Marktanteilsgewinne gegenüber dem US-Rivalen zutrauten.
USA
Tops & Flops USA — Wochensicht (L&S)
| Wert | Woche |
|---|---|
| Carnival | +15,78 % |
| Lumentum Holdings | +15,27 % |
| Synopsys | +15,06 % |
| Fair Isaac | -23,39 % |
| Alnylam Pharmaceuticals | -14,16 % |
| AppLovin | -13,69 % |
Nvidia stockte sein Rückkaufprogramm um 150 Mrd. USD auf 235 Mrd. USD auf und markierte am Freitag ein Allzeithoch. AMD kaufte das KI-Start-up World Labs für 8,2 Mrd. USD in eigenen Aktien, nachdem der Börsenwert dank KI-Rack-Aufträgen von Anthropic und Microsoft erstmals über 1 Bio. USD gestiegen war. Micron (Aktuelle Analyse) übertraf mit 54,23 Mrd. USD Umsatz und einem bereinigten EPS von 33,42 USD die Erwartungen deutlich; Analysten sahen den starken Ausblick jedoch bereits eingepreist.
Unterschiedlich fielen die übrigen Quartalszahlen aus: Accenture (Aktuelle Analyse) übertraf die Schätzungen und steuerte auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Carnival hob nach starken Zahlen den Jahresausblick an. Nike verfehlte dagegen mit 11,21 Mrd. USD Umsatz den Konsens, kündigte das dritte Restrukturierungsprogramm in drei Jahren an und fiel auf den tiefsten Stand seit September 2013. Tesla (Aktuelle Analyse) lieferte im dritten Quartal 486.532 Fahrzeuge aus, mehr als die erwarteten 461.000 bis 464.000 Einheiten.
Ausblick auf die neue Woche
Am Montag steht der ISM-Index Dienstleistungen der USA an, erwartet werden 55,7 Punkte. Am Dienstag folgen die deutschen Auftragseingänge der Industrie für August mit einem erwarteten Rückgang um 0,9 % zum Vormonat sowie die Einzelhandelsumsätze der Eurozone, für die ein Plus von 0,4 % prognostiziert wird. Am Freitag richtet sich der Blick auf die Verbraucherstimmung der Uni Michigan, erwartet werden 48,1 Punkte.
Unternehmenszahlen legt am Dienstag Constellation Brands vor; zugleich soll die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance abgeschlossen werden. Am Donnerstag berichtet PepsiCo, das JPMorgan zuletzt auf Neutral abgestuft hatte. Delta Air Lines eröffnet am Freitag die Berichtssaison der Fluggesellschaften, denen der hohe Ölpreis zusätzliche Treibstoffkosten beschert.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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