Market Insights: Jetzt zählt es! Aktienmarkt vor Jahresendrally?
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Erwähnte Instrumente
- S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 7.650,50 Pkt (Cboe)
- DAX - WKN: 846900 - ISIN: DE0008469008 - Kurs: 25.592,38 Pkt (XETRA)
- Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: -
- Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 51.682,64 Pkt (NYSE)
- Bitcoin BTC/USD - WKN: A2YY63 - ISIN: XC000A2YY636 - Kurs: 85.195,32 $ (Coinbase Advanced)
Vor ein paar Wochen ging es hier noch um die Frage, wie sich der S&P 500 nach einer ersten Zinserhöhung historisch schlägt. Diese Woche wurde die Theorie zur Praxis. Am Mittwoch hob die Fed ihren Leitzins erstmals seit Juli 2023 einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,75-4,00 % an; und lieferte einen Dot Plot, der alles andere als dovish ist.
12 von 18 FOMC-Mitgliedern erwarten bis Jahresende noch eine weitere Erhöhung auf 4,125 %, vier sogar auf 4,375 %. Kevin Warsh: Die Inflation ist schlicht zu hoch, und das schon seit Jahren zu lange. Ausgerechnet Präsident Trump, der seit Monaten niedrigere Zinsen fordert, räumte ein, dass die Inflation tatsächlich ein Problem ist; während er das Fed-Gremium als „hostile" bezeichnete und weiter niedrigere Zinsen fordert. Zumindest die persönliche Beleidigung bleibt Warsh erspart.
Der Markt feiert es. Die Fed wahrt ihre Glaubwürdigkeit, lässt sich nicht von Trump beeinflussen, geht die Inflation an und im Rahmen der Pressekonferenz lässt sich Warsh alle weiteren Türen offen. Die nächsten wichtigen Events werden nun das Treffen zwischen Trump und Xi am 24. September sowie die Midterm-Wahlen Anfang November.
Historisch war eine 10-jährige Treasury-Rendite mit einer „5 vor dem Komma" nie das Ende einer Rally. Wie die 5 % vor dem Hintergrund von Wachstum und Bewertung zu werten sind, hatte ich erst zu Wochenbeginn erklärt. 🔬 Market Insights kompakt: Zinsregime & Fed-Hikes
Belasten tut das vor allem Firmen mit bestehender Schuldenlast oder konkurriert mit Dividendentitel; nicht automatisch negativ für höher bewertete Technologieunternehmen. Firmen mit starkem Wachstum, hohen Cash-Beständen und geringer Verschuldung verfügen über eine andere Ausgangslage als Unternehmen mit schwachem Wachstum und höherem Fremdkapitalbedarf. Siehe Transdigm, Vonovia, T-Mobile US, McDonalds, ....
Nach dem Verfallstag dringen wir nun in die zweite Septemberhälfte in einem Midterm-Jahr. Historisch die unangenehmste Phase des gesamten Jahres. Die Geopolitik bleibt weiter angespannt. Trump sprach gegenüber Axios von einer „großen Entscheidung", ob die USA erneut groß angelegte Militärschläge gegen Iran starten, während er sich zeitgleich mit den Golfstaaten über eine Nachkriegsordnung austauscht. Wenn dieser Hemmschuh entfallen würde, wo würden wir nur stehen.
Freitag Nacht noch folgende Meldung: US-Präsident Donald Trump erklärt per Truth Social, die USA hätten mit Dänemark und Grönland ein unbefristetes Abkommen geschlossen, das Washington dauerhafte Kontrolle über Sicherheitsfragen in Grönland einräume. Nach Trumps Darstellung entstehen den USA dafür keine Kosten; auch sollen die USA ihre militärische Präsenz auf der Insel deutlich ausbauen. Militärbasen, Truppenpräsenz oder sensible Investitionen von US-Gegnern sollen künftig nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung Washingtons möglich sein. Eine Bestätigung der von Trump genannten Bedingungen durch Dänemark oder Grönland gibt es bisher nicht.
Im Speichermarkt, bei Optics, Testing und Substraten/kritischen Komponenten boomt es weiter. Citi hat seinen DRAM-Ausblick massiv verschärft und erwartet die Angebotsknappheit jetzt bis 2031 statt wie zuvor bis 2028. Intel-CEO Lip-Bu Tan spricht von einem 5-7x bei den Preisen insgesamt und davon, dass Speicher bei manchen günstigeren Geräten inzwischen 75 % der Gesamtkosten ausmacht. Micron hat bald Earnings am 30. September.
Und nachdem wir zum Wochenende die diversesten Narrative rund um die Aussagen von Dario Amodei hatten, scheint wieder etwas Vernunft eingekehrt zu sein. Der Markt mag verstanden haben, dass zusätzliche Alignment- und Sicherheitsmaßnahmen den Rechenbedarf nicht reduzieren, sondern weiter erhöhen können, laut OpenAI selbst um bis zu 25 %. Und wenn ein Frontier Lab sein Modell nicht ausreichend unter Kontrolle hat, muss es den Prozess eben stoppen. Ferner sind wir weiter Compute-constrained, der Compute-Bedarf hängt langfristig vor allem an Inference (nicht Training) und Tokenfresser wie Physical AI oder breite KI-Anwendungen sind noch nicht einmal wirklich gestartet. Viele der abverkauften Unternehmen sind ohnehin auf Jahre ausverkauft, weswegen der Dip schon aus dieser Hinsicht her verkehrt war.
✅ Slowdown der KI-Entwicklung: Sicherheitsdebatte oder Wettbewerbsschutz?
✅ KI-Infrastruktur unter Druck: Wer an OpenAI und Anthropic hängt
✅ Déjà-vu: Erst Software, jetzt KI-Infrastruktur
Auch Broadcom-CEO Hock Tan bestätigte die Ziele für FY28, die maßgeblich von OpenAI und Anthropic abhängen. Anthropic erwartet laut New York Times, seine verfügbare Rechenkapazität bis Ende 2026 auf rund 5 GW zu steigern, nach etwa 1,5 GW im Vorjahr. Damit läge Anthropic ungefähr auf dem Niveau der für dieses Jahr geschätzten Compute-Kapazität von OpenAI. Beide Unternehmen zielen auf rund 10 GW bis Ende 2027. Anthropic erwartet für dieses Jahr einen annualisierten Umsatz von mehr als 100 Mrd. US-Dollar. Zuletzt war für Juli ein ARR von rund 65 Mrd. US-Dollar berichtet worden. Auch ist deren IPO nun für November angesetzt, so das WSJ.
OpenAI auf der anderen Seite erwartet laut Financial Times für den Zeitraum 2026-2030 einen kumulierten negativen Free Cashflow von rund 278 Mrd. USD. Der Umsatz soll von etwa 36 Mrd. USD in diesem Jahr auf rund 350 Mrd. USD im Jahr 2030 steigen. Kumuliert rechnet OpenAI bis 2030 mit rund 840 Mrd. USD Umsatz, dem stehen etwa 856 Mrd. USD Ausgaben für Rechenleistung und Infrastruktur gegenüber. Im März nahm man noch rund 122 Mrd. USD Kapital auf, könnte diese Mittel nach aktuellen Projektionen jedoch bereits 2028 aufgebraucht haben. Laut FT führt man deshalb Gespräche über eine weitere Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von mehr als 1,2 Bio. USD.
Meta freute sich über die die Sicherheitsdebatte. Mark Zuckerberg verwies dabei auf Metas bisherigen Ansatz und darauf, Muse erst veröffentlicht zu haben, nachdem die entsprechenden Sicherheitsanforderungen erfüllt waren. Die App für den Muse-Agenten steht mittlerweile auf Platz 1 im App Store, während Meta in dieser Woche zu den stärkeren Aktien gehörte. Als nächste operative Katalysatoren stehen bei Meta das Meta Connect Event sowie der Launch des Modells Watermelon an.
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Markttechnik, Zinsregime & Saisonalität
📌 5 % Renditen sind kein Todesurteil für Aktien
Bei einer US10Y oberhalb von 5 % erzielte der S&P 500 laut Citi im Durchschnitt +2,5 % nach drei Monaten, +5,3 % nach sechs Monaten und +11,1 % nach zwölf Monaten. Damit lag die durchschnittliche 1-Jahres-Rendite sogar über den Ergebnissen bei Renditen zwischen 2 und 5 %, lediglich das Umfeld unter 2 % war mit +14,8 % noch stärker.
📌 Midterm-Jahre: Ende September wird historisch unangenehm
Laut Citadel Securities verlor der S&P 500 in US-Midterm-Jahren historisch im Durchschnitt von Mitte September bis Ende September noch einmal rund 1,1 %, wobei der Tiefpunkt des Monats typischerweise exakt zum Quartalsende erreicht wurde.
Von Ende September bis zum Jahresende legte der S&P500 in durchschnittlichen Midterm-Jahren um rund 5,6 % zu und entwickelte sich damit sogar etwas stärker als im Durchschnitt aller Jahre, wobei sich die Erholung besonders ab Anfang Oktober und rund um die Midterm-Wahlen beschleunigte.
KI-Infrastruktur & Kundenkonzentration
📌 Erneuter Test der 50-Tageslinie
📌 Physical AI ist für NVIDIA der nächste große Wachstumsmarkt
NVIDIA kommt auf eine annualisierte Umsatz-Run-Rate im Bereich Robotik, autonome Fahrzeuge und Physical-AI-Systeme von 10 Milliarden Dollar. Die langfristige Marktchance liegt laut Aurelion bei etwa 100 Milliarden Dollar und entspräche damit einer Verzehnfachung oder rund 26 % jährlichem Wachstum über 10 Jahre.
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📌 Inference wird zum dominierenden AI-Compute-Case
Während Training 2023 noch rund 70 % des Marktes ausmachte, sollen Training und Inference 2025 bereits gleichauf liegen und Inference 2026 auf 60 % steigen.
Bis 2030 erhöht sich der erwartete Inference-Anteil weiter auf 75 %, während Training auf 25 % zurückgeht. Inference läuft überall rund um die Uhr.
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Fünf Aktien für die Jahresendrally: Einen meiner Favoriten verrate ich schon jetzt
Ich habe für die kommenden Monate fünf Aktien herausgefiltert, die ich auf dem Weg Richtung Jahresende besonders genau beobachte bzw. auch in meinen öffentlichen Depots bei AktienPuls360 halte. Alle fünf werde ich auf der Finance26 in Frankfurt ausführlich vorstellen. Einen der Werte möchte ich bereits vorab zeigen.
Spannende Earnings diese Woche
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart! Euer Valentin
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