GABLER profitiert von Europas Misstrauen gegenüber US-Technik
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Für die Gabler Group beginnt das eigentliche Geschäft oft erst, wenn das U-Boot im Wasser ist, und dort bleibt es 30 bis 60 Jahre. Wer den ausfahrbaren Mast an Bord geliefert hat, übernimmt über die NATO-Versorgungsnummer auch Wartung, Modernisierung und Ersatzteile. "Ab diesem Punkt sind wir in einer Monopolstellung“, sagte Vorstandschef David Schirm auf einer Konferenz zu Verteidigung und Sicherheit. Rund 185 ausgerüstete U-Boote und Kunden in rund 25 Marinen sind das Fundament für die Wachstumspläne des Konzerns, der seit März im Scale-Segment notiert ist.
Neu war in Schirms Auftritt vor allem eine Beobachtung, die über die Zahlen hinausgeht: Europas Streitkräfte wollen zunehmend weg von amerikanischen Komponenten. Viele Kunden zweifelten, ob US-Lieferungen künftig verlässlich seien. Selbst der italienische Hauptwettbewerber L3Harris Calzoni werde wegen seines Mutterkonzerns inzwischen als amerikanischer Anbieter wahrgenommen. Gabler ist nach eigenen Angaben einer der beiden größten Anbieter von Ausfahrgeräten für konventionelle U-Boote. Für die Lübecker ist diese Stimmung deshalb ein unerwarteter Rückenwind.
