Analyse
13:25 Uhr, 09.05.2026

KI-Goldrausch 2.0: SK Hynix und Samsung überholen Taiwan Semiconductor?!

Und zwar beim voraussichtlichen Gewinn in diesem Jahr. Und: 94% des Profits von Samsung stammt mittlerweile von Chips, Smatphones und TVs im Vergleich eher marginal ...

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  • SK Hynix Inc. Reg.SHS - WKN: A1JWRE - ISIN: US78392B1070 - Kurs: 1.010,000 € (L&S)
  • Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 4.000,000 € (L&S)
  • Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) - WKN: 909800 - ISIN: US8740391003 - Kurs: 411,680 $ (NYSE)

Die aktuellen Marktanalysen der südkoreanischen Investmentbank KB Securities für das Jahr 2026 zeichnen ein krasses Bild innerhalb der asiatischen Halbleiterindustrie: Mit prognostizierten Rekordgewinnen von 151 Milliarden US-Dollar für Samsung Electronics und 115 Milliarden US-Dollar für SK Hynix schicken sich die südkoreanischen Giganten an, den bisherigen Branchenprimus Taiwan Semicondutor, - TSMC (81 Milliarden US-Dollar) -, gewinntechnisch sehr deutlich zu überflügeln.

Dieser tektonische Machtwechsel ist das Resultat eines beispiellosen "Superzyklus" bei Speicherchips, der durch den unersättlichen Hunger der KI-Industrie nach High Bandwidth Memory (HBM) befeuert wird. Während TSMC als Auftragsfertiger von Logikchips zwar technologisch führt, profitiert die Speicherbranche von einer massiven "Memflation": Engpässe bei DRAM und NAND führen zu Preissteigerungen von teilweise über 200%, was die operativen Margen bei SK Hynix zeitweise auf über 70% katapultiert hat, ein Niveau, das normalerweise Softwareunternehmen vorbehalten ist. 70%-Margen, das ist profitabler als Nvidia oder Apple.

Samsung und SK Hynix haben es geschafft, ihre ehemals schwankungsanfälligen Massenprodukte in spezialisierte, strategische Komponenten zu verwandeln, die für KI-Beschleuniger von Nvidia oder AMD absolut unverzichtbar sind. TSMC hingegen sieht sich trotz exzellenter Auftragslage mit massiven Kapitalausgaben für die neue 2nm-Fertigung konfrontiert, was das Gewinnwachstum im direkten Vergleich zu den explodierenden Preisen im Speichermarkt moderater ausfallen lässt.

Dennoch bleibt festzuhalten: Während diese Zahlen für 2026 eine neue Ära der Speicher-Dominanz einläuten, handelt es sich um eine Momentaufnahme in einem hochgradig zyklischen Markt. Sollten die neuen Produktionskapazitäten der Koreaner schneller als erwartet zu einer Marktsättigung führen, könnte sich dieses Gewinnfenster ebenso schnell wieder schließen, wie es sich geöffnet hat.

Was sehr schnell sehr stark steigt, das ab einem bestimmten Punkt zumindest zeitweise sehr schnell und sehr stark fällt. Als Investor sind Anlagen in Basiswerte mit solchen Fahnenstangen kontraindiziert. Aktivere Anleger können versuchen, Dips zu kaufen. Aber auch das ist riskant. Ich wollte euch mit der Meldung nur berichten, was im KI-Bereich gerade so abgeht. TSMC arbeitet als Foundry mit langfristigen Verträgen und stabilen Margen von ca. 55-60%. Sie wachsen zwar stetig, erleben aber nicht diesen extremen zyklischen Gewinnsprung, den die Speicherhersteller durch die aktuelle Verknappung genießen. Diese Schätzungen sind hochgradig von der Fortsetzung des KI-Booms abhängig. Während TSMC als "Schaufelverkäufer" ein stabiles Geschäftsmodell hat, gelten die Gewinne von Samsung und SK Hynix als volatiler.

Samsungs finanzielle Architektur hat sich verschoben: Smartphones und TVs, einst tragende Säulen, sind zu statistischen Nebendarstellern degradiert worden. Während das Unternehmen öffentlich noch als Consumer-Riese firmiert, generiert die Halbleitersparte mittlerweile ca. 94% des Konzerngewinns. Der Grund ist eine extreme Margen-Schere: Während im Mobilfunkmarkt zähe Kämpfe um 10% Rendite toben, werfen KI-Speicherchips (HBM) dank monopolartiger Knappheit über 60% ab. Samsung hat sich damit zum reinen KI-Infrastruktur-Giganten transformiert. Seitens der Marktkapitalisierung hat der koreanische Aktienmarkt zuletzt den französischen und den kanadischen überholt.

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