TSMC, Samsung, Hynix = glorreiche 3 der Emerging Markets
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- Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) - WKN: 909800 - ISIN: US8740391003 - Kurs: 404,520 $ (NYSE)
- Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 4.200,000 € (L&S)
- SK Hynix Inc. Reg.SHS - WKN: A1JWRE - ISIN: US78392B1070 - Kurs: 1.140,000 € (L&S)
- Novo Nordisk AS - WKN: A3EU6F - ISIN: DK0062498333 - Kurs: 38,740 € (XETRA)
- ASML – ADR (USA) - WKN: A1J85V - ISIN: USN070592100 - Kurs: 1.632,900 $ (Nasdaq)
- SAP SE - WKN: 716460 - ISIN: DE0007164600 - Kurs: 154,480 € (XETRA)
Aktien der 3 großen Chip-Produzenten TSMC (Taiwan Semiconductor) aus Taiwan sowie Samsung Electronics und der HBM-Speicherspezialist SK Hynix aus Südkorea machen 24,3% des Emerging Markets Index aus. Zieht man verwandte Tech-Schwergewichte wie Hon Hai Precision Industry oder MediaTek hinzu, wird die 25%-Schwelle mühelos übersprungen. Dass dieses Trio im Jahr 2026 bisher über 70% der gesamten Indexgewinne generiert hat, zeigt, wo derzeit die Musik spielt.
Ein Viertel des gesamten Schwellenländer-Index, der eigentlich über 1.200 Unternehmen aus fast 25 Ländern umfasst, hängt direkt an der Performance von im Grunde drei Adressen.
Das Phänomen, dass ein einziges Unternehmen oder eine Handvoll Tech-Giganten einen gesamten Index dominieren, ist mittlerweile das prägende Merkmal der modernen Finanzmärkte. Dieses Phänomen nennt sich Indexkonzentration.
Neben ASML in den Niederlanden (macht zeitweise über 30% des Eurostoxx50-Wachstums aus) und Novo Nordisk in Dänemark (dessen Marktwert zeitweise größer war als das gesamte dänische BIP), gibt es weltweit weitere extreme Beispiele:
1. USA: Die Magnificent 7 (S&P500 & Nasdaq100). Das prominenteste Klumpenrisiko der Welt. Eine kleine Gruppe von Tech-Giganten (Nvidia, Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Tesla) bestimmt die Richtung des gesamten US-Aktienmarkts. Nvidia, Microsoft und Apple machen phasenweise jeweils zwischen 6 und 7% des S&P500 aus. Zusammen halten die7 Aktien fast 30% des gesamten S&P500.
2. Deutschland: SAP (DAX 40). Sogar auch der DAX leidet unter einer massiven Übergewichtung eines einzelnen Softwarekonzerns. SAP hat im DAX eine Gewichtung von über 15% erreicht. Die Deutsche Börse musste extra eine Kappungsgrenze einführen (das Gewicht einer einzelnen Aktie darf im DAX nun maximal 15% betragen, vorher lag sie bei 10%), weil SAP den Index sonst völlig erdrückt hätte. Läuft SAP schlecht, kann das die gute Performance von 20 anderen DAX-Unternehmen komplett neutralisieren.
3. Frankreich: LVMH und die Luxusgüter (CAC 40). Frankreichs Leitindex ist extrem abhängig von der globalen Nachfrage nach Luxusartikeln. Der Luxus-Mischkonzern LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) macht allein rund 10 bis 11% des CAC40 aus. Rechnet man die Konkurrenten Hermès, L'Oréal und Kering (Gucci) dazu, hängt fast ein Drittel des französischen Index an der Schönheits- und Luxusindustrie.
4. Schweiz: Das Defensiv-Trio (SMI). Der SMI besteht aus nur 20 Titeln, wird aber im Grunde von 3 Traditionskonzernen beherrscht. Nestlé, Roche und Novartis machen zusammen regelmäßig über 50% des gesamten Schweizer Aktienmarktes aus. Auch hier gibt es strenge Kappungsgrenzen (keine Aktie darf mehr als 18% wiegen), da Nestlé allein sonst die 20%-Marke sprengen würde.
5. Saudi-Arabien: Saudi Aramco (TASI).Hier findet man das wohl extremste nationale Klumpenrisiko überhaupt. Der staatliche Ölriese Saudi Aramco dominiert den saudi-arabischen Aktienmarkt (TASI) so massiv, dass sein theoretisches Gewicht den Index komplett unbrauchbar machen würde. Nur durch künstliche Index-Kappungen wird Aramco im nationalen Index bei rund 10 bis 15% gehalten, obwohl der tatsächliche Marktwert des Unternehmens die gesamte restliche saudische Wirtschaft um ein Vielfaches übersteigt.
Wer am wertvollsten ist, bekommt automatisch das größte Gewicht im Index. In einer globalisierten Wirtschaft, in der "Der Gewinner bekommt alles"-Monopole (wie TSMC bei Chips, ASML bei Lithografie ...) entstehen, konzentriert sich das Kapital zwangsläufig auf diese wenigen Super-Unternehmen.
Investmentbank empfiehlt, Silber nicht zu kaufen.
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