Analyse
11:27 Uhr, 25.02.2026

Goldman: KI-Investitionen NICHT Hauptmotor des US-Wachstums

US-Unternehmen (Microsoft, Google, Meta) investieren zwar Milliarden in KI-Hardware, aber ca. 75% der Kosten für KI-Rechenzentren fließen in Chips und Komponenten, die in Asien (vor allem Taiwan und Südkorea) produziert werden.

Erwähnte Instrumente

  • Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 3.010,000 € (L&S)
  • SK Hynix Inc. Reg.SHS - WKN: A1JWRE - ISIN: US78392B1070 - Kurs: 614,000 € (L&S)
  • Micron Technology Inc. - WKN: 869020 - ISIN: US5951121038 - Kurs: 418,010 $ (Nasdaq)
  • SanDisk Corp. - WKN: A411ZM - ISIN: US80004C2008 - Kurs: 639,020 $ (Nasdaq)
  • Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) - WKN: 909800 - ISIN: US8740391003 - Kurs: 385,750 $ (NYSE)

Diese Aussage von Chefökonom Jan Hatzius markiert eine deutliche Kehrtwende. US-Unternehmen (Microsoft, Google, Meta) investieren zwar Milliarden in KI-Hardware, aber ca. 75% der Kosten für KI-Rechenzentren fließen in Chips und Komponenten, die in Asien (vor allem Taiwan und Südkorea) produziert werden.

In der BIP-Gleichung stehen den massiven Investitionen fast ebenso hohe Importe gegenüber. Da Importe vom BIP abgezogen werden, heben sie den Wachstumseffekt der Investitionen nahezu vollständig auf.

Goldman Sachs korrigiert auch die Erwartungen an die Realwirtschaft. KI sollte die Arbeitseffizienz massiv steigern. Realität 2025: Umfragen unter fast 6.000 Führungskräften zeigen, dass trotz einer KI-Nutzungsrate von 70% in Unternehmen etwa 80% keinerlei messbare Auswirkungen auf die Beschäftigung oder die allgemeine Produktivität feststellen konnten.

Noch Mitte 2025 gab es Berichte (z. B. von der St. Louis Fed), die behaupteten, KI-bezogene Ausgaben hätten bis zu 39% des US-Wachstums im dritten Quartal ausgemacht. Hatzius bezeichnete dies nun explizit als "Misreporting" (Fehlberichterstattung), da diese Analysen die Abzüge durch Importe nicht ausreichend tiefgehend berücksichtigten.

Übrigens: Jan Hatzius ist Deutscher.


Meine Stimme aus dem Off:

Speicherchips: Warum RAM jetzt wertvoller als Gold ist

Während ein moderner PC oft mit 16 GB bis 64 GB RAM arbeitet, startete die Nvidia H100 (2022) bereits bei 80 GB. Ein einziger KI Chip benötigt mittlerweile so viel Speicher wie ein Dutzend leistungsstarker Arbeitsrechner.

H100 (2022): 80 GB (HBM3)
H200 (2023): 141 GB (Sprung auf HBM3e)
B200 (2024): ca. 192 GB (Blackwell Architektur)
B300 / Rubin (2025/26): Prognosen von bis zu 288 GB bis über 300 GB

KI Fortschritt wird heute primär über die Speicherarchitektur definiert. Wer den Speicher kontrolliert, kontrolliert die Performance der KI. Nvidia ist auf Hersteller wie SK Hynix, Samsung und Micron angewiesen. Der RAM Hunger von KI Systemen kennt keine Sättigung.

Wie bitte ? Samsung würde mehr verdienen als Google, Apple oder Microsoft heute

Vergleich der prognostizierten Gewinne von Samsung und SK Hynix für das Jahr 2027 mit den aktuellen Gewinnen (Trailing Twelve Months/TTM) der größten US-Tech. Durch den KI Boom wird für die koreanischen Speicherchip Giganten (Samsung & SK Hynix) ein Gewinnwachstum erwartet, das sie an die Spitze der Weltwirtschaft katapultiert. Samsung würde demnach 2027 mehr verdienen als Google, Apple oder Microsoft heute. Schon krass.

Hardware und Software geben sich hin und wieder die Klinke in die Hand ... das Pendel schlägt wieder in Richtung Hardware aus.

Basis der Gewinnschätzungen sind aggregierte Analystenschätzungen (u.a. von Morgan Stanley, JPMorgan und Kiwoom Securities), die den KI-Superzyklus covern.

Wie realisisch sind diese Gewinnprognosen ?! Die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) ist so gewaltig, dass die Kapazitäten von SK Hynix für das gesamte Jahr 2026 bereits als ausverkauft gelten. Für das erste Halbjahr 2026 werden für Samsung und SK Hynix Rekord-NAND-Margen von 40 bis 50% prognostiziert. SK Hynix erzielte bereits Ende 2025 operative Margen von fast 60% im HBM-Bereich.

Beide Konzerne planen massive Kapazitätserweiterungen bis 2027/2028 (Samsung: P5-Fabrik in Pyeongtaek; SK Hynix: 128 Billionen Won für den Yongin-Cluster).

Aber! Das Geschäft mit Chips ist hochzyklisch. Historisch endete jeder Halbleiter-Boom in einer Überkapazität. Sollte 2027 der Ausbau der KI-Rechenzentren gesättigt sein, würden die Preise für Speicherchips rapide fallen.


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1 Kommentar

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  • starost
    starost

    Habt ihr ein Anleitungsvideo, wie man mit der Tradegate BSX arbeiten kann, am besten, wenn reale Trade abgebildet werden. Danke.

    12:43 Uhr, 25.02.