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08:25 Uhr, 08.05.2026

Gold - Schon jetzt ein bewegter Jahrgang 2026

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    Aktueller Kursstand:   (GBE brokers)

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Schon jetzt ein bewegter Jahrgang 2026

Ein Drittel des Investmentjahrgangs 2026 ist bereits wieder Geschichte. Grund genug für uns einen ausführlichen Blick auf die charttechnischen Perspektiven des Goldpreises zu werfen. Zunächst startete das Edelmetall fulminant in das laufende Jahr. Ende Januar betrug das zwischenzeitliche Kursplus fast 30 %, sodass zum x-ten Mal ein neues Allzeithoch (5.595 USD) zu Buche stand. Seither befindet sich der Goldpreis allerdings im Konsolidierungsmodus. Der März war dabei mit einem Kursabschlag von 11,5 % der schwächste Monat seit dem Jahr 2008. Darauf folgte im April ein klassischer Innenstab, d. h. die damalige Hoch-Tief-Spanne verblieb innerhalb des Pendants des Vormonats. Dieses Kerzenmuster unterstreicht die gegenwärtige Konsolidierungsphase. Charttechnisch hat sich das Edelmetall in den letzten Monaten dabei immer wieder mit der Marke von 4.400 USD auseinandergesetzt. Neben dem alten Rekordlevel vom Herbst vergangenen Jahres (4.381 USD) und diversen Tiefs befindet sich hier auch noch das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpulses von November 2024 bis Januar 2026 (4.427 USD). Im Sinne eines vorsichtigen Kaufmanns hätten wir damit bereits eine absolute Kernunterstützung herausgearbeitet (Fortsetzung siehe unten).

Gold (Monthly)

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Gold

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal²

Trendlinie untermauert Unterstützung bei 4.400 USD

Anlegerinnen und Anleger können die Bedeutung der beschriebenen Bastion praktisch nicht überschätzen, denn wir haben noch ein weiteres Argument für deren Relevanz im Köcher. Auf Quartalsbasis verläuft eine extrem langfristige Trendlinie, welche die Hochpunkte von 1987 und 2011 verbindet, aktuell bei 4.439 USD und rundet damit die auf diesem Niveau entstehende Kumulationsunterstützung ab. Trotz der jüngsten Verschnaufpause notiert beispielsweise der Monats-RSI weiterhin im überkauften Terrain. Zur Erinnerung: Zu Jahresbeginn zum Zeitpunkt des Allzeithochs bei knapp 5.600 USD erreichte der Oszillator einen Wert von 95 – der höchste Stand seit 1974! Auch der trendfolgende MACD befindet sich unverändert auf historisch hohem Niveau. Gerade im langfristigen Bereich signalisieren also diverse Indikatoren weiterhin einen gewissen Konsolidierungsbedarf. Das ist eine gute Überleitung zu den zyklischen Rahmenbedingungen. Bekanntermaßen befinden wir uns 2026 in einem US-Zwischenwahljahr. Gemessen am durchschnittlichen Verlauf hat dieses mit einem Plus von 15 % gemäß US-Präsidentschaftszyklus einiges zu bieten. Doch es gibt an dieser Stelle einen Pferdefuß (Fortsetzung siehe unten).

Gold (Quarterly)

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

Saisonal: Goldener Teilzyklus – ab Juli?

Nach einem dynamischen Start ins Zwischenwahljahr – wie 2026 gesehen – geht der Goldpreis Anfang Mai typischerweise in eine zyklische Korrekturphase über (siehe Chart). Diese erstreckt sich bis zum Halbjahreswechsel, ehe ab Juli die saisonal beste Phase des Jahres einsetzt. Dieser zweite Aufwärtsimpuls hält bis zum Jahresultimo an und wird lediglich von einer Seitwärtsphase im Oktober/November unterbrochen. Per Saldo fehlt also in den kommenden Wochen bis zum Beginn der 2. Jahreshälfte der saisonale Rückenwind, sodass die laufende Verschnaufpause durchaus noch eine Ausdehnung erfahren könnte. Ab Anfang Juli besitzen die Gold-Bullen dann wieder bessere Erfolgsaussichten. Zumindest spielen ihnen dann die saisonalen Rahmenbedingungen wieder in die Karten. Beim Blick über den Tellerrand hinaus fällt auch das kommende Vorwahljahr (2027) sehr konstruktiv aus. Innerhalb des vier Jahre umspannenden US-Präsidentschaftszyklus stellen das laufende Zwischenwahl- und das kommende Vorwahljahr die beiden besten Teilabschnitte dar. Gemessen an den durchschnittlichen Verläufen seit Beginn der 1970er-Jahre befindet sich das Edelmetall nun also mitten in der „goldenen“ Hälfte des Präsidentschaftszyklus (Fortsetzung siehe unten).

Gold (Daily)

Chart Gold

Quelle: Macrobond, HSBC² / 5-Jahreschart im Anhang

Hoher Abstand zur 200-Tage-Linie

Letzteres belegen auch die „nackten“ Zahlen. So liegt das Kursplus in diesen beiden Jahren mit 33 % deutlich über den historischen Vergleichsmaßstäben. In der Konsequenz unterstreicht der Faktor „Saisonalität“ den konsolidierenden Charakter der laufenden Kursbewegung, ehe sich nach dem Abbau der überkauften Marktverfassung der grundsätzliche Basisaufwärtstrend fortsetzen könnte. Für diese Interpretation liefert der Wochenchart weitere wichtige Argumente. Zum einen notiert das Edelmetall deutlich über der Ichimoku-Wolke. Diese Chartdarstellungsform signalisiert also einen stabilen, langfristigen Haussetrend. Zum anderen ist allerdings der Abstand zur 200-Wochen-Glättung (akt. bei 2.695 USD) unverändert hoch. Zwar nicht mehr ganz so groß wie zu Jahresbeginn, doch die Differenz zum langfristigen Durchschnitt droht die alten Hochpunkte von 2006, 2008 und 2011 zu unterschreiten (siehe Chart). Damals folgten auf Notierungen, die der 200-Wochen-Linie weit enteilt waren, jeweils längere korrektive Phasen. Dennoch würde ein Anstieg über das Aprilhoch (4.889 USD) die charttechnischen Perspektiven bereits kurzfristig verbessern. Ein Anstieg über die Marke von 5.069 USD würde die Verschnaufpause seit Ende Januar sogar zu einer „bullishen“ Korrekturflagge werden lassen.

Gold (Weekly)

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

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