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Gold fällt von Anderthalbwochenhoch zurück

Das Edelmetall war angesichts des Kriegs im Nahen Osten seit dem Wochenende stark als „sicherer Hafen“ gefragt, während auch die mit Blick auf weitere US-Zinserhöhungen zurückhaltenden Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve Bank (Fed) dem Goldpreis zugute kamen.

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Gold hat am Dienstag zunächst seine Rallye nach Erreichen eines Siebenmonatstief bei 1.810,10 US-Dollar je Feinunze am 6. Oktober 2023 fortgesetzt und bei 1.865,22 US-Dollar pro Unze ein Anderthalbwochenhoch erreicht, konnte die jüngsten Gewinne im weiteren Handelsverlauf jedoch nicht halten und notiert mit bislang zutiefst 1.854,50 US-Dollar je Feinunze auf Tagessicht aktuell im Minus.

Das Edelmetall war angesichts des Kriegs im Nahen Osten seit dem Wochenende stark als „sicherer Hafen“ gefragt, während auch die mit Blick auf weitere US-Zinserhöhungen zurückhaltenden Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve Bank (Fed) dem Goldpreis zugute kamen.

„Die Ereignisse im Nahen Osten waren ein Katalysator für die Erholung des Goldpreises von einem überverkauften Zustand", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Längerfristig würden jedoch die US-Zinsen der größere Treiber sein, so Rodda weiter.

Der stellvertretende Fed-Vorsitzende Philip Jefferson und die Präsidentin der Fed in Dallas, Lorie Logan, hatten am Montag angedeutet, dass steigende Renditen langfristiger Anleihen die Fed von weiteren Erhöhungen ihres kurzfristigen Leitzinses abhalten könnten.

Bezüglich der weiteren US-Zinsaussichten liegen in dieser Woche die am Donnerstag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten im Fokus. Im August war gemeldet worden, dass sich die US-Verbraucherpreisinflation dank höherer Kraftstoff- und Lebensmittelpreise wieder auf 3,7 Prozent im Jahresvergleich beschleunigt hat. Für September kalkulieren Analysten im Konsens einen leichten Rückgang der Inflationsrate auf 3,6 Prozent. Im Monatsvergleich wird eine Teuerung um 0,3 Prozent erwartet, nach dem mit 0,6 Prozent im August stärksten Anstieg seit 14 Monaten.

Aufmerksamkeit gilt auch dem am Mittwochabend zur Veröffentlichung kommenden Protokoll der September-Sitzung der US-Notenbank.

Gold gilt in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als sichere Anlage, aber da es keine Zinsen abwirft, verliert es an Attraktivität, wenn die US-Leitzinsen steigen. Gegen 9:30 Uhr MESZ notiert das Edelmetall mit einem Minus von 0,24 Prozent bei 1.856,50 US-Dollar je Feinunze.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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