Analyse
18:37 Uhr, 13.03.2026

stock3 Multi-Timeframe-Analyse: ÖLPREIS (BRENT)

Der Angriff der USA auf den Iran und seine Folgen wie die Blockade der Straße von Hormus haben den Ölpreis in den letzten Tagen steil über die 100-USD-Marke katapultiert. Seit dem Tief aus dem Dezember hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Bis Ende Februar war der Ölpreis der Sorte Brent in einer moderaten Aufwärtsbewegung über den Widerstand bei 66,64 USD an das Hoch aus dem Juli 2025 bei 73,75 USD gestiegen. Zu diesem Zeitpunkt dominierten noch Meldungen, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran um dessen Atomwaffenprogramm möglicherweise noch am Verhandlungstisch gelöst werden könnte. Dennoch kursierten im Hintergrund bereits Gerüchte über einen begrenzten amerikanischen Militärschlag. Am Samstag, den 28. Februar, startete der Angriff der USA und Israels auf den Iran, bei dem der sogenannte Oberste Führer des Iran Ali Khamenei getötet wurde. Seither überzog der Iran Israel und viele seiner Nachbarländer mit Raketen- und Drohnenangriffen, bei denen neben zivilen und militärischen Opfern auch einige Ölraffinerien in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Blockade der Straße von Hormus sorgte zudem für eine starke Verknappung des Ölangebots aus der Region. Da rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte täglich diese Meerenge passieren, sorgten die Blockade, der fortgesetzte Krieg und der negative Angebotsschock auch beim Ölpreis der Sorte Brent für einen massiven Anstieg: War der Preis pro Barrel am 27. Februar noch bei 73,80 USD im Hoch gelegen, eröffnete der Ölpreis bereits die Folgewoche mit Kursen um 77 USD und stieg ab dem 06. März in einer weiteren Beschleunigung bis weit über das Hoch des Jahres 2024 bei 91,55 USD und erreichte in der Spitze fast die 120-USD-Marke.

Es folgte eine kurze Phase stark fallender Kurse, in die auch Aussagen von Donald Trump fallen, den Krieg schnell beenden zu wollen. Neben elementaren Fragen des Völkerrechts, dem Risiko, dass das alte Terrorregime im Iran durch ein neues ersetzt wird, der Gefahr einer Ausbreitung der militärischen Eskalation im Nahen Osten und der Frage, inwieweit und wie lange die von vielen Ländern angedachte Freigabe von Notfall-Ölreserven den Bedarf decken und für eine Dämpfung des Preisanstiegs sorgen könnte, hat der neue oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, die Blockade der Straße von Hormus bekräftigt und mit neuen Angriffen auf Öltanker und Transportanlagen für eine weitere Zuspitzung der Lage und einen erneuten starken Anstieg beim Ölpreis gesorgt. Mittlerweile werden bedrohliche inflationäre Folgen und die Risiken für die Weltwirtschaft angemahnt, zuletzt durch den IW. Unklare Aussagen bezüglich der Dauer des Krieges durch US-Präsident Trump und die zerstrittenen Lager bei den Republikanern sind in Bezug auf die Einhegung der aktuellen Situation ebenfalls wenig hilfreich. Ob sich Iran von einem durch die US-Administration ausgerufenen "schnellen" Kriegsende von seiner aktuellen Hormus-Blockade- und Angriffspolitik abbringen lässt, bleibt ebenfalls fraglich. Daher folgt jetzt eine charttechnische Einordnung – allen politischen und militärischen Unwägbarkeiten zum Trotz.

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