Fundamentale Nachricht

FX-Mittagsbericht: US-Dollar weiter nahe Achteinhalbmonatstief

Im Fokus liegen bereits die am Donnerstag zur Veröffentlichung kommenden Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal, sowie der am 1. Februar 2023 anstehende Zinsentscheid der Federal Reserve Bank (Fed).

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
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  • GBP/USD
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    Kursstand: 1,23127 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar bewegt sich zur Wochenmitte auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) mit positiver Tendenz weiterhin nahe seines am 18. Januar 2023 erreichten Achteinhalbmonatstiefs. Den Greenback belastet nach wie vor die Erwartung, dass die Federal Reserve Bank (Fed) das Tempo ihrer Zinsanhebungen weiter drosseln wird, sowie die Sorge um eine möglicherweise bevorstehende Rezession in den USA.

Im Fokus liegen in diesem Zusammenhang bereits die am Donnerstag zur Veröffentlichung kommenden Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal, sowie der am 1. Februar 2023 anstehende Zinsentscheid der Fed. Laut FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihren Leitzins nach vier Zinsanhebungen in Folge um 75 Basispunkte und einer um 50 Basispunkte im Dezember bei ihrem nächsten Zinsentscheid nur noch um 25 Basispunkte auf dann 4,50 bis 4,75 Prozent anheben wird, aktuell bei 98,2 Prozent.

Am Dienstag wurden erneut schwächere US-Daten in Form des S&P-Global-Einkaufsmanagerindex (PMI) gemeldet. Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe legte auf 46,8 Punkte zu, signalisiert aber mit bereits dem dritten Wert in Folge unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern eine wirtschaftliche Kontraktion. Dessen Pendant für den Dienstleistungssektor notiert mit 46,6 Punkten im Januar sogar bereits den siebten Monat in Folge unter 50 Zählern.

Aufmerksamkeit gilt neben den anstehenden BIP-Daten in dieser Woche auch den am Freitag zur Veröffentlichung kommenden persönlichen Verbrauchsausgaben im Dezember und dem dazugehörigen Deflator, dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed.

Der am Dienstag aus der Eurozone gemeldete kombinierte PMI (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor) zeigte hingegen, dass die Wirtschaftstätigkeit im Euroraum im Januar mit einem Wert von 50,2 Punkten überraschend zu einem bescheidenen Wachstum zurückgekehrt ist. Die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Stimmung ebenfalls verbessert und den Euro gestützt.

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Zur Wochenmitte fällt EUR/USD mit bislang 1,0856 im Tief weiter von seinem am 23. Januar 2023 bei 1,0927 markierten Neunmonatshoch zurück. Am Mittwochvormittag wurde gemeldet, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn erneut verbessert hat. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg wie von Analysten im Konsens erwartet im Januar auf 90,2 Punkte – der vierte Anstieg in Folge. Im Dezember hatte der Ifo-Index bei 88,6 Zählern notiert. „Die deutsche Wirtschaft startet zuversichtlicher ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

GBP/USD gibt mit heute bislang 1,2282 im Tief weiter von seinem am Montag erreichten Siebenmonatshoch bei 1,2448 nach. Die Teuerung der britischen Erzeugerpreise ist im Dezember mit 14,7 Prozent im Jahresvergleich bereits den fünften Monat in Folge rückläufig. Zugleich ist dies ein Neunmonatstief. Im Dezember hatte die Erzeugerpreisinflation bei 16,2 Prozent gelegen. Ihren Höhepunkt hatte sie im Juli 2022 bei 19,9 Prozent im Jahresvergleich erreicht.

USD/JPY fällt nach einer zwischenzeitlichen Erholung zur Wochenmitte weiter in Richtung seines am 16. Januar 2023 bei 127,22 markierten Siebeneinhalbmonatstief zurück. Im Tief erreichten die Notierungen heute bislang 129,63. Die japanischen Frühindikatoren für November sind von 97,6 auf 97,4 Punkte nach unten revidiert worden – der niedrigste Wert seit Dezember 2020. Im Oktober hatte der Index bei 98,6 Zählern notiert.

Aus den USA werden am Mittwochnachmittag keine Wirtschaftsdaten gemeldet. Auf der Agenda steht aber der Zinsentscheid der Bank of Canada (BoC). Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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