Fundamentale Nachricht
11:01 Uhr, 10.06.2024

FX-Mittagsbericht: US-Dollar auf Erholungskurs

Der starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag hat der zuvor wieder gestiegenen Erwartung, dass die Federal Reserve Bank (Fed) im September beginnen wird, ihre Leitzinsen zu senken, einen kräftigen Dämpfer versetzt.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,07566 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,27059 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar erholt sich zu Beginn der neuen Handelswoche auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter von seinem am vergangenen Freitag vor Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts markierten Zweieinhalbmonatstief. Im Hoch erreichten die Notierungen im europäischen Handel am Montagvormittag bislang ein Anderthalbwochenhoch.

Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai war mit 272.000 neu geschaffenen Stellen (ex Agrar) deutlich besser ausgefallen als erwartet. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Stellenzuwachs um 185.000 gerechnet, nach plus 165.000 im April.Die Arbeitslosenquote stieg jedoch leicht von 3,9 Prozent im April auf 4,0 Prozent im Mai (Konsens unverändert), während die durchschnittlichen Stundenlöhne um 4,1 Prozent im Jahresvergleich zulegten (Konsens plus 3,9 Prozent, nach plus 4,0 Prozent).

Die Daten versetzten der angesichts schwächerer US-Wirtschaftsdaten zuvor wieder gestiegenen Erwartung, dass die Federal Reserve Bank (Fed) im September beginnen wird, ihre Leitzinsen zu senken, einen kräftigen Dämpfer.

Laut FedWatch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Leitzinsen nach dem September-Zinsentscheid unverändert in der heutigen Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent liegen werden, von 40,5 Prozent vor einer Woche auf nun 52,9 Prozent gestiegen. Bis zum Jahresende erscheint aktuell nur noch eine Zinssenkung um 25 Basispunkte als wahrscheinlich.

Im Fokus bezüglich neuer Hinweise auf die US-Leitzinsentwicklung steht in dieser Woche der am Mittwochabend anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank. Gerechnet wird fest damit, dass die Fed ihren Leitzins unverändert belassen wird. Die Aufmerksamkeit richtet sich jedoch auf die Begleitkommentare zur geplanten, künftigen Zinsentwicklung.

Zuvor stehen am Mittwoch noch wichtige Daten zur US-Verbraucherpreisinflation im Mai an, die voraussichtlich zeigen werden, dass die Inflation im Mai weiterhin deutlich über der Zielmarke der Fed auf Jahressicht von zwei Prozent lag. Volkswirte erwarten im Konsens im Jahresvergleich eine unveränderte Inflationsrate von 3,4 Prozent. In der Kernrate wird mit einem Anstieg von 3,5 auf 3,6 Prozent gerechnet.

EUR/USD
Statischer Chart
Live-Chart
Chart in stock3 Terminal öffnen
  • ()
    -

EUR/USD weitet zu Beginn der neuen Handelswoche mit bislang 1,0747 im Tief seine kräftigen Freitagsverluste auf ein Viereinhalbwochentief aus. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator für die Eurozone ist im Juni weiter auf 0,3 Punkte gestiegen. Dies ist der achte Anstieg in Folge und der erste positive Wert seit Februar 2022. Im Mai hatte der Index bei minus 3,6 Zählern notiert.

Laut Sentix hat sich der Erholungstrend zwar fortgesetzt, verlaufe allerdings nur langsam „in Trippelschritten" und es fehle „der Schwung im Aufschwung". Für Deutschland erwarten die Sentix-Experten, dass „die missliche Lage der deutschen Wirtschaft nur allmählich nachlässt". Ein selbsttragender Aufschwung sei nicht zu erwarten, so Sentix. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während GBP/USD am Montagvormittag seine jüngsten Verluste auf ein Wochentief bei 1,2702 ausweitet,

setzt USD/JPY seine Erholung von dem am 4. Juni 2024 bei 154,54 markierten Zweieinhalbwochentief fort. Im Hoch erreichten die Notierungen am Montagvormittag bislang 157,19. Das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal laut endgültiger Veröffentlichung um 0,5 Prozent im Quartalsvergleich gesunken. Der Rückgang entspricht dem zuvor bereits gemeldeten Minus. Im vierten Quartal 2023 war die japanische Wirtschaft um 0,1 Prozent gewachsen.

Das japanische Economy Watchers Sentiment ist im Mai überraschend auf 45,7 Punkte gesunken – der niedrigste Wert seit November 2022. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg auf 48,9 Zähler gerechnet, nach 47,4 Punkten im April. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA stehen am Montagnachmittag mit dem Conference Board Employment Trends Index lediglich Daten aus der zweiten Reihe zur Veröffentlichung an. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

Keine Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen

Das könnte Dich auch interessieren

Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

Mehr Experten