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19:13 Uhr, 13.10.2026

Evening-Flash: US-Banken mit gemischten Zahlen – DAX hält sich

Goldman und Citigroup übertreffen die Erwartungen, JPMorgan verfehlt sie: Der DAX schließt derweil fast unverändert bei 25.259,9 Punkten.

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Zum Auftakt der US-Berichtssaison fallen die Bilanzen der Großbanken gemischt aus, während in Europa schwache LVMH-Zahlen den Luxussektor belasten und Givaudan mit starken Umsätzen dagegenhält, im Sog dessen auch Symrise zulegt. Der DAX schloss mit 25.259,9 Punkten nahezu unverändert. An der Wall Street notieren die Technologiewerte etwas schwächer als der breite Markt.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 25.259,9 Punkten und damit 0,07 % tiefer, praktisch auf Vortagsniveau. Im Fokus stehen die Bilanzen der US-Großbanken: Goldman Sachs und Citigroup übertreffen die Erwartungen, JPMorgan verfehlt sie, während Wells Fargo ein gemischtes Bild liefert. Zugleich klettert der europäische Erdgaspreis auf den höchsten Stand seit Ende 2022 und verstärkt damit die Inflationssorgen.

In New York geben beide Leitindizes nach. Der S&P 500 notiert mit 7.800,33 Punkten 0,09 % im Minus (Vortagsschluss 7.807,24). Mit einem Abschlag von 0,47 % auf 30.520,79 Punkte verliert der Nasdaq 100 deutlicher (Vortagsschluss 30.664,7).

Bitcoin steigt um 1,67 % auf 83.122,91 USD, gestützt von Berichten über Mittelzuflüsse in Krypto-Assets. Der Euro macht einen Teil seiner Vortagesverluste wett: EUR/USD legt um 0,26 % auf 1,12 zu. Gold gibt um 0,32 % auf 4.177 USD nach. Mit 108,85 USD notiert Brent 0,21 % leichter: Die OPEC meldet eine kräftige Erholung der saudischen Förderung und senkt ihre Nachfrageprognose für 2026. Gleichzeitig halten Huthi-Drohungen gegen saudische Ölanlagen und die angeordnete Evakuierung einer Ölanlage in Sanaa die Lage angespannt.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
SMA Solar Technology +3,34 %
BMW +2,56 %
Brenntag +2,30 %
Elmos Semiconductor -5,71 %
flatexDEGIRO -4,23 %
Auto1 Group -3,42 %

Zwei Industriewerte rutschen auf mehrmonatige Tiefs. Schaeffler (Aktuelle Analyse) fällt zeitweise auf den tiefsten Stand seit einem Jahr und verliert rund 4 %, nachdem der Umsatz im dritten Quartal stagniert und die bereinigte EBIT-Marge sinkt. Im E-Mobilitätsgeschäft verbucht der Zulieferer zudem Sonderabschreibungen und Rückstellungen im dreistelligen Mio.-EUR-Bereich, bestätigt aber Jahresprognose und Mittelfristziele. Bei Vossloh greift Oddo BHF dem Quartalsbericht vor: Die Analysten erwarten durchwachsene Zahlen, bestätigen die Einstufung "Neutral" und senken das Kursziel von 66 auf 57 EUR. Die Aktie fällt um 4,3 % auf den tiefsten Stand seit Anfang 2025.

Die Konsumschwäche in China belastet die Luxuswerte. LVMH verfehlt die Quartalserwartungen und verliert 1,8 %; auch Hermès, Kering und Richemont geben nach. Dazu passen die Absatzzahlen von BMW: Die Münchner verkaufen im dritten Quartal 551.072 Fahrzeuge, 6,3 % weniger als im Vorjahr. In China bricht der Absatz um 24,8 % ein, während Europa und die USA leicht zulegen. Anders sieht es bei den Aroma- und Duftstoffherstellern aus: Givaudan gewinnt nach überraschend starken Umsatzzahlen über 7 %. Die Symrise-Aktie gewinnt am Dienstag auf Tradegate 1,4 % auf 94,61 Euro und nähert sich damit ihrem Ende Juli erreichten Jahreshoch von 95 Euro; Auslöser sind die positiv aufgenommenen Umsatzzahlen des Schweizer Konkurrenten Givaudan, dessen Aromengeschäft sich im dritten Quartal 2026 erholt hat.

Bei den erneuerbaren Energien fällt das Bild gespalten aus. PNE senkt die EBITDA-Prognose für 2026 von 90 bis 120 Mio. EUR auf 60 bis 75 Mio. EUR, weil sich Projektverkäufe und Genehmigungen verzögern und Ergebnisbeiträge teils erst 2027 anfallen. Nachbörslich hatte die Aktie 3 % verloren. Für SMA Solar hebt Jefferies das Kursziel dagegen leicht auf 90 EUR an und bestätigt die Kaufempfehlung. Der Zulieferer ElringKlinger erhöht nach vorläufigen Zahlen die Umsatzprognose für 2026 auf rund 1,8 Mrd. EUR, nach 1,36 Mrd. EUR in den ersten neun Monaten. Freenet übernimmt für zunächst rund 76 Mio. EUR die restlichen 25 % an der waipu.tv-Betreiberin Exaring, verzichtet auf deren Börsengang und lässt die Dividendenpolitik unverändert. Formycon (Aktuelle Analyse) legt um 10 % zu, nachdem die FDA den Zulassungsantrag für FYB206 angenommen hat, ein Biosimilar zum Krebsmedikament Keytruda.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Corteva +5,63 %
Charter Communications +4,26 %
Centene +4,03 %
Applied Materials -7,74 %
Johnson & Johnson -6,56 %
Comfort Systems USA -6,39 %

Bei den Großbanken übertreffen Goldman Sachs (Aktuelle Analyse) und Citigroup (Aktuelle Analyse) die Erwartungen deutlich, während JPMorgan (Aktuelle Analyse) mit Erträgen von 50,9 Mrd. USD den Konsens verfehlt; Goldman steigert den Quartalsgewinn um 29 % auf 5,3 Mrd. USD und hatte vorbörslich über 3 % zugelegt, während JPMorgan vorbörslich rund 3,5 % verloren hatte und Citigroup trotz kräftig gestiegener Erträge und Gewinne gefallen war; Wells Fargo (Aktuelle Analyse) liegt beim Gewinn über und beim Umsatz leicht unter den Prognosen.

Auch Johnson & Johnson (Aktuelle Analyse) übertrifft mit 25,4 Mrd. USD Umsatz und einem bereinigten Gewinn von 2,59 USD je Aktie die Schätzungen und hebt die Jahresprognose an, die beim EPS allerdings unter dem Konsens bleibt; wegen der Rückstellung in Mrd.-Höhe für den Talkum-Vergleich bricht der Nettogewinn auf 210 Mio. USD ein, die Aktie war vorbörslich ins Minus gedreht; UnitedHealth (Aktuelle Analyse) steigert den bereinigten Gewinn je Aktie von 2,92 auf 4,69 USD, deutlich über den Erwartungen, und hebt die Jahresprognose auf mindestens 20,50 USD je Aktie an, woraufhin die Aktie vorbörslich zugelegt hatte; Domino's Pizza (Aktuelle Analyse) übertrifft mit Umsatz und Gewinn je Aktie ebenfalls die Erwartungen, gibt aber nach, weil die vergleichbaren Umsätze in den USA und international nur schwach wachsen.

Abseits der Berichtssaison weitet Applied Materials am Investorentag seine Verluste auf 7,7 % aus. Huber Research stuft Netflix von "Overweight" auf "Underweight" ab und senkt das Kursziel von 85 auf 70 USD. Die Analysten verweisen auf mögliche Stellenstreichungen, nachlassende Nutzung pro Abonnent und begrenzte Spielräume für Preiserhöhungen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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