JPMORGAN - Analystenschätzung verfehlt, Aktie reagiert nervös
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- JPMorgan Chase & Co. - WKN: 850628 - ISIN: US46625H1005 - Kurs: 334,300 $ (NYSE)
JPMorgan Chase meldet für das dritte Quartal 2026 Erträge auf steuerlich vergleichbarer Basis ("managed basis") von 50,9 Mrd. USD und verfehlt damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 51,2 Mrd. USD leicht. Das verwässerte EPS liegt mit 5,57 USD unter dem Konsens von 5,93 USD; bereinigt um 658 Mio. USD an Wertpapierverlusten ergibt sich ein EPS von 5,75 USD. Der Nettozinsertrag steigt um 13 % auf 27,1 Mrd. USD, die Risikovorsorge sinkt gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 2,7 Mrd. USD.
JPMorgan-Finanzchef Jeremy Barnum sieht trotz einer Abschwächung in der zweiten Septemberhälfte weiterhin sehr günstige Bedingungen im Investmentbanking und eine robuste Auftragspipeline. Transaktionen würden verschoben statt abgesagt; bei den Bewertungsvorstellungen könnten Käufer und Verkäufer im Zuge der Marktanpassung vorübergehend weiter auseinanderliegen. Die zugrunde liegenden US-Konsumausgaben bleiben Barnum zufolge stark. (Quelle: stock3.com/news)
Bodenbildung am EMA200?
Die JPMorgan-Chase-Aktie befindet sich wie viele US-Bankwerte in einer mehrwöchigen Abwärtskorrektur, wobei sie unter das alte Allzeithoch aus dem Januar zurückgefallen ist. An der Kreuzunterstützung aus Horizontalunterstützung und EMA200 bei 325 - 326 USD läuft ein Stabilisierungsversuch, von dort aus kommt es zu einer Erholung ans alte Allzeithoch bei 337 USD.
Eine Rückkehr darüber wäre ein erstes, positives Signal. Allerdings liegt bei 343 - 345 USD noch eine weitere Hürde. Erst mit einem überzeugenden Anstieg darüber steigen die Chancen der Bullen deutlich. Eine Wiederaufnahme des übergeordneten Bullenmarktes scheint dann möglich, das aktuelle Allzeithoch bei 366,50 USD wäre dann das erste Ziel.
Rutscht der Wert allerdings nachhaltig unter 324 USD zurück, entstehen größere Verkaufssignale. Dann droht eine Trendfortsetzung gen Süden. Bei 316 - 317 und 308 - 310 USD lägen Auffangzonen für weitere Abwärtswellen.
Fazit: Ob der Bodenbildungsversuch am EMA200 gelingen wird, ist offen. Die Zahlen schütteln die Aktie vorbörslich gut durch, spannend wird der heutige US-Handel werden. Zwischen den beiden EMAs im Tageschart notiert die Aktie inmitten eines neutralen Korridors. Erst das Verlassen dieser Handelsspanne würde neue Richtungsimpulse liefern.

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