DOMINO'S PIZZA: Mehr Gewinn – der neue Chef erbt stockende Filialumsätze
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Zum Start des neuen CEO Joe Jordan verdient Domino's Pizza im dritten Quartal mehr als erwartet. Das Plus stammt allerdings vor allem aus günstigerem Einkauf, neuen Filialen und Aktienrückkäufen, während die bestehenden Läden kaum dazu beitragen.
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• Der Umsatz steigt um 3,4 % auf 1,19 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,17 Mrd. USD. • Das verwässerte EPS nach GAAP steigt von 4,08 auf 4,60 USD, Analysten hatten im Schnitt 4,36 USD erwartet. • Die vergleichbaren Umsätze in den USA wachsen nur um 0,3 % nach 5,2 % im Vorjahresquartal. • Die operative Marge steigt von 19,5 % auf 20,4 %, gestützt auf eine höhere Bruttomarge im Lieferkettengeschäft. • Der Free Cashflow sinkt nach neun Monaten um 7,2 % auf 459,8 Mio. USD. |
Domino's Pizza steigert den Umsatz im dritten Quartal um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,19 Mrd. USD und liegt damit leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,17 Mrd. USD. Das Wachstum tragen das Lieferkettengeschäft, das die Filialen mit Zutaten beliefert, sowie höhere Lizenzgebühren der Franchisenehmer. Dagegen sinken die Erlöse aus eigenen US-Filialen, weil der Konzern im Frühjahr mehrere Märkte an Franchisenehmer abgegeben hat.
Beim Ergebnis fällt das Wachstum deutlich stärker aus. Der operative Gewinn steigt um 8,3 % auf 241,8 Mio. USD, während die operative Marge von 19,5 % auf 20,4 % klettert. Der Nettogewinn legt um 9,2 % auf 152,2 Mio. USD zu. Das verwässerte EPS nach GAAP steigt von 4,08 auf 4,60 USD und übertrifft die durchschnittliche Analystenschätzung von 4,36 USD. Vorbörslich notiert die Aktie in einer ersten Indikation rund 1,8 % höher.
Nennenswerte Sondereffekte enthält das Quartal nicht. Entscheidend ist allerdings, woher der Zuwachs kommt. Die Bruttomarge im Lieferkettengeschäft steigt von 11,3 % auf 12,2 %, laut Unternehmen dank effizienteren Einkaufs. Dass das EPS stärker wächst als der Nettogewinn, liegt an den Aktienrückkäufen: Die Zahl der verwässerten Aktien sinkt dadurch von 34,1 auf 33,1 Mio. Die Gewinnqualität ist damit sauber, der Zuwachs stützt sich aber auf Effizienz und Kapitalrückführung statt auf eine stärkere Nachfrage.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von DOMINOS PIZZA INC. (Quelle: Unternehmensangaben)
In den bestehenden Filialen tritt das Geschäft auf der Stelle
In den USA wachsen die vergleichbaren Umsätze nur noch um 0,3 %, nachdem sie im Vorjahresquartal um 5,2 % zugelegt hatten. International beträgt das währungsbereinigte Plus magere 0,2 %. Der weltweite Einzelhandelsumsatz aller Filialen wächst währungsbereinigt um 3,2 % und damit nur noch halb so schnell wie vor einem Jahr. Fast vollständig stammt dieses Wachstum aus netto 175 neuen Filialen, 149 davon außerhalb der USA. Domino's wächst also über das größere Filialnetz, nicht über mehr Bestellungen pro Laden.
Der neue CEO Jordan will näher an die Kunden heran und den Franchisenehmern helfen, profitabler zu werden. Sein Ziel ist es, "unsere beste Leistung zu unserer alltäglichen Leistung zu machen". Zwischen den Zeilen steht darin das Eingeständnis, dass die Ergebnisse zuletzt schwankten. Wie stark stagnierende Filialumsätze das System unter Druck setzen, zeigt sich auch daran, dass Jordan die Profitabilität der Franchisenehmer schon in seiner Antrittsbotschaft anspricht.
Die Rückkäufe laufen, der Cashflow lässt nach
Nach neun Monaten sinkt der Free Cashflow um 7,2 % auf 459,8 Mio. USD. Als Gründe nennt das Unternehmen den Zeitpunkt von Werbezahlungen und das Umlaufvermögen. Für Aktienrückkäufe gibt Domino's im selben Zeitraum 304,9 Mio. USD aus. Die Verschuldung sinkt im Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 4,5 auf das 4,2-Fache. Allerdings sind inzwischen 1,33 Mrd. USD an Schulden kurzfristig fällig. Damit steht eine Refinanzierung an, während der Zinsaufwand bereits steigt.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Die Richtung lässt sich am bisherigen Wachstumstempo ablesen: Nach Zuwächsen von über 6 % im dritten und vierten Quartal 2025 wächst der Umsatz seit Jahresbeginn nur noch um rund 3,5 % pro Quartal. Dieses Niveau hält sich nun schon das dritte Quartal in Folge. Eine weitere Verlangsamung ist damit ebenso wenig erkennbar wie eine erneute Beschleunigung.
Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten im Schnitt ein EPS von 19,01 USD, für 2027 sind es 20,81 USD. Günstigerer Einkauf und Rückkäufe können diesen Gewinnpfad eine Weile stützen. Dauerhaft braucht der Gewinn jedoch wieder wachsende vergleichbare Umsätze: Daran wird sich Jordan messen lassen müssen.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 4,94 Mrd. USD | 5,19 Mrd. USD | 5,31 Mrd. USD |
| EPS | 17,57 USD | 19,01 USD | 20,81 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)
Fazit: Das verwässerte EPS nach GAAP von 4,60 USD übertrifft die Analystenerwartungen, doch die bestehenden Filialen verkaufen kaum mehr als vor einem Jahr. Der schwachen Nachfrage setzt Domino's eine höhere Marge im Lieferkettengeschäft, ein wachsendes Filialnetz und konsequente Rückkäufe entgegen. Diese Hebel sind verlässlich, ihre Wirkung hat aber Grenzen. Auf Basis der Analystenschätzungen liegt das KGV bei 16,4 für 2026 und bei 14,9 für 2027, bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 9 %. Für die Aktie dürften damit vorerst Effizienz und Kapitalrückführung stärker ins Gewicht fallen als mehr Bestellungen pro Filiale.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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