Analyse
13:24 Uhr, 07.05.2026

Erneut: Über 100 Millionen $ Profit mit Öl-Insidertrade

Der gesamte Vorgang vom Einstieg bis zum Erreichen der Gewinnzone des Trades dauerte nur wenige Stunde ...

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: XC0007924514Kopiert
    Kursstand: 92,295 $/bbl. (GBE brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • WTI Öl - WKN: 792451 - ISIN: XC0007924514 - Kurs: 92,295 $/bbl. (GBE brokers)

Kurz vor einem Axios Bericht über eine mögliche Annäherung zwischen den USA und Iran wurden tatsächlich erneut (!) außergewöhnlich große Short Positionen auf Rohöl aufgebaut. Mehrere Medien nennen rund 10.000 Futures Kontrakte bzw. etwa 920 Mio. $ Nominalvolumen. Axios veröffentlichte danach den Bericht, dass Washington und Teheran angeblich an einem "14 Punkte" bzw. "memorandum of understanding" Deal arbeiten, der den Krieg deeskalieren könnte. Reuters bestätigte später ebenfalls die Marktreaktion auf diese Meldung. Ölpreise fielen anschließend massiv. Je nach Kontrakt und Zeitpunkt wurden intraday Rückgänge von etwa 11% bis über 13% gemeldet. Der gesamte Vorgang vom Einstieg bis zum Erreichen der Gewinnzone des Trades dauerte nur wenige Stunde ...

Weder Putin noch Xi artikulieren sich wie Trump und machen Ansagen mit der Frequenz, wie eine MiniGun ihre Kugeln raushaut. Und weder Russland noch China betreiben in dem Ausmaß an den Finanzmärkten Insider-Pump-and-Dump wie Trump-USA. Rechtsstaatlichkeit war und ist eine ganz entscheidende Stärke der USA (gewesen) ...

US-Börsenaufsicht SEC kann in Bezug auf Insiderhandel ein Biest sein!

Sie hat die Fähigkeit! Ich erinnere mich an die Übernahme von Heinz durch Buffets Berkshire Hathaway. Am 14. Februar 2013 verkündete Berkshire Hathaway zusammen mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G Capital, die H.J. Heinz Company für rund 28 Mrd. $ zu kaufen. Am 13. Februar 2013, also genau einen Tag vor der Bekanntgabe, kaufte jemand massiv Call-Optionen auf Heinz. 2.533 "Out-of-the-money" Calls (Basispreis 65 $), mit einem Kapitaleinsatz von 90.000 $. Nach der Ankündigung schoss der Wert dieser Optionen um über 1.700% nach oben. Aus den 90.000 $ wurden innerhalb von Stunden rund 1,8 Mio. $.

Der Trade lief über ein Konto bei Goldman Sachs in Zürich. Die SEC fackelte nicht lange und erwirkte am 15. Februar eine Notfallanordnung, um das Vermögen auf diesem Konto einzufrieren, noch bevor die Gewinne abfließen konnten. Das Konto gehörte einer Firma namens Alpine Swift, hinter der zunächst "unbekannte Trader" vermutet wurden.

Die Ermittlungen führten schließlich nach Brasilien zu 2 Brüdern: Rodrigo und Michel Terpins. Michel Terpins hatte die Information über den bevorstehenden Deal aus dem Umfeld von 3G Capital (Buffetts Partner beim Heinz-Deal) zugespielt bekommen. Rodrigo Terpins platzierte die Orders, während er gerade im Urlaub in Walt Disney World in Orlando war. Trotz der Warnung seines Brokers, dass Heinz eigentlich auf "Sell" stand, bestand er auf den Kauf.

Im Oktober 2013 kam es zum Vergleich. Die Terpins-Brüder mussten nicht nur die kompletten 1,8 Mio. $ Gewinn abgeben, sondern zahlten zusätzlich 3 Mio. $ Strafe. Insgesamt kostete sie der "schnelle Dollar" also knapp 5 Mio. $ und ihren Ruf.

Meine Stimme aus dem Off: Wenn die US-Börsenaufsicht SEC will und darf, kann sie sehr effektiv arbeiten. Das scheint unter Trump derzeit nicht der Fall zu sein.


Ok, was anderes.

Ich kommentiere in stock3 Select Weygand und Stock3 Ultimate zusätzlich (!) zu dem bekannten klassischen Weygand-Musterdepot ein privates mit 1 Mio. Euro kapitalisiertes Echtgelddepot. Das Echtgelddepot bildet das Gros der Trades im Weygand-Depot nach. Ich trade privat also das, was ich öffentlich bespreche. Außerdem zeige ich auf, dass ich dieses Depot mit unserer Handelsplattform konnektiert habe und über unsere Plattform handele. Wer Lust hat, folgt mir dort und sieht immer sofort, was ich kaufe oder verkaufe. Ich handele vor allem Indizes, liquide Aktien, Rohstoffe, Währungen und Kryptowährungen. Haltedauer: Tage, Wochen, Monate. Gut für Berufstätige nachbildbar.

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1 Kommentar

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  • crisis_what_crisis
    crisis_what_crisis

    Man kann getrost davon ausgehen, dass die SEC im Fall Trump und den anderen Profiteuren seiner "erratischen Aktivitäten" keine Aktivitäten entfalten wird.
    Die Hinweise sind auch jetzt schon zu eindeutig ... und nichts passiert.
    Am unglaublichsten ist, dass der Präsident eines der mächtigsten Staaten der Welt seine Meinungen und Ansichten ungefiltert und ohne jegliche Kontrolle über seinen privaten Messenger-Kanal verbreiten darf. Wenigstens das müsste unterbunden werden.

    13:39 Uhr, 07.05.