EZB-Ökonomen warnen vor einem Platzen der KI-Blase
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Ökonomen der Europäischen Zentralbank warnen, dass selbst eine erfolgreiche technologische Revolution typischerweise in eine scharfe Börsenkorrektur mündet. Für Europa wäre ein Einbruch der hoch bewerteten US-Technologieaktien keineswegs ein entferntes Wall-Street-Problem.
Die Bewertungen am US-Aktienmarkt liegen inzwischen nahe historischen Höchstständen. Gemessen am zyklisch bereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem sogenannten CAPE, bewegt sich der Markt auf einem Niveau, das zuletzt während der Dotcom-Blase erreicht wurde. Getrieben wird die Rally vor allem von der Erwartung, dass künstliche Intelligenz Produktivität und Unternehmensgewinne über Jahre hinweg deutlich steigern wird.
Die Autoren des am Montag veröffentlichten EZB-Blogbeitrags kommen dennoch zu einem unbequemen Ergebnis: "Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung zu früheren technologischen Revolutionen deutet auf eine besorgniserregende Schlussfolgerung hin: Eine Korrektur der aktuellen Börsenbewertungen ist wahrscheinlich."
