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Ehemaliger JPMorgan-Rohstoffhändler gesteht Marktmanipulation

Marktmanipulationen bei Edelmetall-Futures-Kontrakten? Laut einem ehemaligen JPMorgan-Händler war das eine übliche Praxis - jahrelang. Das Pikante: Der sich schuldig bekennende John Edmonds sagt, er habe die Tricks von älteren Händlern übernommen, alle seine Vorgesetzten bei der US-Investmentbank wussten Bescheid.

Erwähnte Instrumente

  • Gold
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    Aktueller Kursstand: 1.864,47 $  (JFD Brokers)
  • Silber
    ISIN: XC0009653103Kopiert
    Aktueller Kursstand: 22,321 $  (JFD Brokers)

Washington (Godmode-Trader.de) - Der ehemalige J.P. Morgan Chase-Händler John Edmonds, 36, hat laut einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums zugegeben, die US-Märkte für eine Reihe von Edelmetallen seit etwa sieben Jahren zu manipulieren. Als Teil seines Plädoyers sagte Edmonds, dass er sich von 2009 bis 2015 mit anderen J.P. Morgan-Händlern zusammengetan habe, um die Preise von Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Futures-Kontrakten an Börsen der CME Group zu manipulieren. Er und andere gaben demnach routinemäßig Aufträge, die schnell storniert wurden, bevor die Geschäfte ausgeführt wurden, eine preisverzerrende Praxis, die als Spoofing bekannt ist.

„Seit Jahren engagiert sich John Edmonds in einem ausgeklügelten System, um den Markt für Edelmetall-Futures-Kontrakte zu seinem eigenen Vorteil zu manipulieren, indem er Aufträge platziert, die nie ausgeführt werden sollten", zitierte CNBC Assistant Attorney General Brian Benczkowski in der Pressemitteilung. Edmonds verbrachte 13 Jahre bei der in New York ansässigen J.P. Morgan, bis er letztes Jahr ausschied.

Pikant für J.P. Morgan Chase, die nach Ertrag größte Investmentbank der Welt: Edmonds, ein relativ junger Mitarbeiter mit dem Titel eines Vizepräsidenten, behauptet, dass er diese Praxis von älteren Händlern gelernt und übernommen habe und dass seine Vorgesetzten im Unternehmen von seinen Handlungen wussten.

Er bekannte sich laut CNBC im Rahmen einer ersten Anklageuntersuchung („Information“) als schuldig. Staatsanwälte verwenden dieses Format routinemäßig, um Beschuldigte anzuklagen, die sich bereit erklärt haben, an einer laufenden Untersuchung anderer Personen oder Einrichtungen mitzuwirken. Sein Schuldeingeständnis dürfte sich strafmildernd auswirken.

J.P. Morgan verweigerte auf Mediennachfrage jeglichen Kommentar zu dem Fall, der bereits von der „Financial Times“ verföffentlicht wurde. J.P. Morgan habe erst kürzlich von diesem Fall erfahren, so eine Person mit Kenntnis der Angelegenheit.

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2 / 2 Kommentare

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  • German2
    German2

    und Konsequent? wann werden die Geschädigten Anleger und Minenbesitzer entschädigt? wann wird endlich durchgegrffen?

    01:33 Uhr, 08.11.2018
  • Zukunft21
    Zukunft21

    wer hier glaubt das nicht noch immer manipuliert wird der zieht auch seine Hosen mit der Kneifzange an !

    16:21 Uhr, 07.11.2018

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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