Der SILBER-Boom
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London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis ist am Donnerstag auf den höchsten Stand seit sieben Monaten geklettert. In London ging es in der Spitze bis auf 1.893 Dollar je Unze hinauf - das ist das höchste Niveau seit Juli vergangenen Jahres. Als Preistreiber gilt vor allem die Ukraine-Krise und drohende Kriegsgefahr, die Anleger verstärkt in sichere Anlagehäfen wie Gold treibt. Auch in Euro gerechnet legte der Goldpreis am Donnerstag kräftig zu und erreichte bei 1.666 Euro je Feinunze die höchste Notierung seit September 2020. „Der Ukraine-Konflikt hält die Märkte weiterhin in Atem und die Anleger sind auf der Suche nach sicheren Häfen", erklärte Edelmetallhändler Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus den aktuellen Anstieg des Goldpreises.
Der Silberpreis zeigt im Fahrwasser zwar auch eine ansteigende Tendenz und klettert aktuell auf 23,56 Dollar/Unze. Doch verläuft der Anstieg flacher. So zeigt sich, dass die Anleger in Krisensituationen offenbar doch bevorzugt Gold ansteuern. Diese These unterstreicht auch Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank, der in diesem Zusammenhang auf stärkere Zuflüsse in Wertpapiere, die mit Gold hinterlegt sind (ETFs), verweist.
Experten bescheinigen dem kleinen Bruder von Gold dennoch ein außerordentliches Jahr, allein aufgrund der günstigen fundamentalen Gegebenheiten. Nach Angaben des Silver Institute wird die weltweite Gesamtnachfrage nach Silber in diesem Jahr voraussichtlich um acht Prozent auf ein neues Rekordhoch von 1,11 Mrd. Unzen steigen. „Man kann überzeugend argumentieren, dass 2022 ein gutes Jahr für Silber sein wird", sagte Edmund Moy, leitender IRA-Stratege beim Gold- und Silberhändler U.S. Money Reserve dem US-Anlegermagazin Barron’s. „Da sich die Weltwirtschaft von der Pandemie erholt, ist vor allem mit einem starken Anstieg der Silbernachfrage aus dem Industriesektor zu rechnen.“
Das Silver Institute prognostiziert für die weltweite industrielle Silbernachfrage in diesem Jahr ein Wachstum von fünf Prozent auf rekordhohe 552 Mio. Unzen. Die industrielle Nachfrage dürfte damit rund die Hälfte der Gesamtnachfrage nach Silber ausmachen und somit auch die Preisbewegung mitbestimmen. Die weitere Nachfrage kommt aus dem Schmuck- und Investmentbereich. „Mit Blick auf die Nachfragequellen ist Silber eine Art Mischung aus Gold und Kupfer", zitiert Barron’s den Direktor für ETF-Anlagestrategien beim Vermögensverwalter abrdn, Robert Minter. „Wenn wir jedoch die Renditen seit Ende 2020 vergleichen, ist Kupfer um 28 Prozent gestiegen, Gold ist leicht gesunken und Silber um 12 Prozent. Seiner Meinung nach sollten die Silberpreise viel höher liegen. Wenn das Edelmetall nur die Hälfte der Performance von Kupfer nachholen könnte, würde das einen Preis von fast 25,50 Dollar pro Unze bedeuten, so Minter. Anleger hätten derzeit die Möglichkeit, Silber zu Preisen zu kaufen, die sich in den letzten sechs Monaten kaum verändert hätten.
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JP Morgen größter Silbermanipulator dort gehört von der Börsenaufsicht mal ein Schlussstrich gezogen !