Kommentar

Uni-Michigan-Konsumklima hellt sich deutlich auf - Starke Zahlen der US-Banken beflügeln Wall Street

stock3 Newsflash: Alles, was heute an der Börse für Trader und aktive Anleger wichtig ist. Kompakt auf den Punkt gebracht.

Erwähnte Instrumente

Hier geht es zum Newsflash des Vortages

  • JPMorganChase verbucht kräftigen Gewinnanstieg
  • UnitedHealth konkretisiert Gewinnziel
  • US-Importpreise sinken überraschend stark
  • Wells Fargo verdient mehr als erwartet
  • BlackRock übertrifft Erwartungen
  • Mercedes-Benz: "Dramatischer Preiskampf" in China
  • Nokia senkt Umsatz- und Margenziele
  • Roivant Sciences vor Medikamentenverkauf an Roche
  • Brenntag nach Abstufung unter Druck
  • Großhandelspreise sinken im Juni
  • US-Berichtssaison im Fokus

Was heute am Markt los ist

Nach einer kräftigen Kurserholung an den Vortagen ist es am deutschen Aktienmarkt am Freitag zu einer kleineren Konsolidierung gekommen. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,22 Prozent bei 16.105,07 Punkten. Auf Wochensicht legte das Börsenbarometer im Zuge einer weiter rückläufigen US-Inflation und damit abnehmender Zinsängste um 3,2 Prozent zu. Im Fokus steht unterdessen zunehmend die US-Berichtssaison. Am Freitag haben unter anderem die Großbanken JPMorgan Chase, Wells Fargo und Citi ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt, ebenso wie der Versicherungskonzern UnitedHealth und der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Vor allem die insgesamt besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der großen US-Banken sorgten für Kursgewinne an der Wall Street.

Wichtige börsenrelevante Termine findest Du im Wirtschaftskalender von stock3 bzw. stock3 Terminal und im Terminkalender der stock3 App.

Aktien-News

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal von einem gut gehenden Geschäft mit Privat- und Firmenkunden profitiert und einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht. Der verwässerte Gewinn je Aktie legte gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,76 Dollar auf 4,75 Dollar zu. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn je Aktie mit 4,37 Dollar deutlich über den Erwartungen von 3,80 Dollar. Die bereinigten Erträge übertrafen mit 42,4 Milliarden Dollar ebenfalls über die Erwartungen von 38,9 Milliarden Dollar. Die Prognose für den Nettozinsgewinn im Gesamtjahr wurde deutlich von 81 Milliarden Dollar auf 87 Milliarden Dollar erhöht.

JPMorgan Chase & Co.
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Der Versicherungskonzern UnitedHealth hat im zweiten Quartal trotz weiter gestiegener Gesundheitskosten mehr verdient als erwartet. Der Umsatz wuchs um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 92,9 Milliarden Dollar, was über den Schätzungen von 90,9 Milliarden lag. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte von 5,57 Dollar auf 6,14 Dollar zu, womit die Erwartungen von 6,06 Dollar übertroffen wurden. Das Ziel für den bereinigten Gewinn je Aktie konkretisierte das Unternehmen auf 24,70 bis 25,00 Dollar an (bisher: 24,50 bis 25,00 Dollar). Ausführlicher Artikel: UNITED HEALTH - Zahlen über den Erwartungen, Kurs vorbörslich rund 2,5 % im Plus

UnitedHealth Group Inc.
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Die US-Großbank Wells Fargo hat im zweiten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,25 Dollar die Analystenschätzungen von 1,18 Dollar übertroffen. Der Umsatz lag mit 20,53 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 20,1 Milliarden Dollar.

Wells Fargo & Co.
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Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat im zweiten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 9,28 Dollar die Erwartungen von 8,43 Dollar übertroffen. Der Umsatzlag mit 4,46 Milliarden unter den Erwartungen von 4,48 Milliarden Dollar.

Blackrock Inc.
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Der Markt für Elektroautos in China ist laut Mercedes-Benz hart umkämpft. "Der Preiskampf läuft in China besonders im Volumensegment dramatisch", sagte Mercedes-Technikchef Markus Schäfer auf einer Online-Diskussionsveranstaltung laut Nachrichtenagentur Reuters. Mercedes-Benz fokussiere sich auf das Premium- und Luxussegment und sei "weiterhin erfolgreich" in China, so Schäfer.

Mercedes-Benz AG
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Das Biotechunternehmen Roivant Sciences steht offenbar kurz vor dem Verkauf des Medikaments RVT-3101 zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen an den Schweizer Pharmariesen Roche, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Der Verkaufspreis soll demnach mehr als sieben Milliarden Dollar betragen, heißt es. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass die Verhandlungen noch scheitern.

Roivant Sciences Ltd
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Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat wegen einer schwächelnden Nachfrage seine Ziele für Umsatz und Ergebnismarge gesenkt. Für den Umsatz werden nun 23,2 bis 24,6 Milliarden Euro statt zuvor 24,6 bis 26,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die operative Marge soll nun 11,5 bis 13 Prozent (zuvor: 11,5 bis 14 Prozent) betragen.

Nokia Oyj
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Die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag tendieren im vorbörslichen Handel deutlich schwächer. Die Analysten von JPMorgan haben die Aktien von Neutral auf Underweight abgestuft und das Kursziel von 83 Euro auf 66 Euro gesenkt.

Brenntag AG
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Sonstige börsenrelevante News

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli deutlich aufgehellt. Das Uni-Michigan-Konsumklima stieg von 64,4 Punkten im Juni auf 72,6 Zähler im Juli, wie die Universität von Michigan am Freitag auf vorläufiger Basis mitteilte. Erwartet wurde ein deutlich schwächerer Anstieg auf 65,5 Punkte. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen wurden positiver eingeschätzt. Auch die Inflationserwartungen der Verbraucher legten leicht zu.

Die US-Importpreise sind im Juni stärker gesunken als erwartet. Im Vergleich mit dem Vormonat wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent verzeichnet. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,1 Prozent, nach einem Minus von 0,6 Prozent im Mai.

Auf saisonbereinigter Basis hat die Eurozone im Mai ein Handelsbilanzdefizit von 0,9 Milliarden Euro mit dem Rest der Welt verbucht. Erwartet wurde ein Defizit von 10,3 Milliarden Dollar, nach einem Defizit von revidiert 8,0 Milliarden Dollar im Vormonat. Die Exporte sanken auf nicht saisonbereinigter Basis im Mai um 2,3 Prozent auf 241,9 Milliarden Dollar, während die Importe um 12,8 Prozent auf 242,2 Milliarden Dollar abnahmen.

Die Großhandelspreise in Deutschland lagen im Juni um 2,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitgeteilt hat. Damit wurde der stärkste Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Juni 2020 verzeichnet. Im Mai 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei minus 2,6 Prozent gelegen, im April 2023 bei minus 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Mai fielen die Großhandelspreise im Juni 2023 um 0,2 Prozent.

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