DAX® - “inside day” zum Wochenauftakt
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“inside day” zum Wochenauftakt
Gestern hatten wir an dieser Stelle das Thema Momentumimpuls angerissen. Kurz zum vertieften Verständnis: Bei einem Kursplus auf Wochenbasis von über 3 % gehen wir von einer dynamischen Kursbewegung aus. Auf Sicht der kommenden vier Wochen zeigt eine solche Rally statistisch gesehen eine überdurchschnittliche Wahrscheinlichkeit für Anschlusskäufe und das zudem bei einer überdurchschnittlichen Trefferquote. Das Muster trat in der vergangenen Woche in den USA auf, während die Messlatte hierzulande knapp verfehlt wurde. Damit kommen wir zur charttechnischen Situation beim DAX®: Insgesamt war es ein gelungener Wochenauftakt für die deutschen Standardwerte. Zwar gelang kein neues Allzeithoch oberhalb der Marke von 26.445 Punkten, aber zumindest doch der höchste Schlusskurs (26.324 Punkte) der Historie. Jedes neue Bewegungshoch bestätigt den zugrundeliegenden Aufwärtstrend, der ohnehin absolut intakt ist. Wichtige Unterstützungen bestehen in Form des Julihochs bei 25.900 Punkten sowie der großen Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten. Der Blick auf die Unterseite darf nicht fehlen, denn der RSI notiert inzwischen im überkauften Bereich.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Rekordjagd geht weiter
Die Analyse der Marktbreite gehört nicht nur im Rahmen unseres Jahresausblicks zu unseren absoluten Pflichtaufgaben. Dass Anleger schnell und unkompliziert mit Hilfe unserer Analysemethode in die Lage versetzt werden, eine große Anzahl von Aktien zu überprüfen, zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Stärken der Technischen Analyse. Anhand der dadurch gewonnenen Eindrücke können Investoren entscheiden, ob eine grundsätzlich gute Marktphase vorliegt, in der die Flut alle Boote hebt, oder ob der Wind eher von vorne kommt. In diesem Kontext analysieren wir besonders gerne den ältesten Marktbreiteindikator überhaupt: Die Advance-/Decline-Linie. Der Saldo aus gestiegenen und gefallenen Aktien für alle an der NYSE notierten Papiere hat den Einbruch vom Frühjahr bestens verdaut, strebt unverändert von Hoch zu Hoch und konnte dabei erneut neue Allzeithochs verbuchen. Gleiches gilt für die A-/D-Linie des S&P 500®, d. h. die Mehrzahl der Einzelaktien trägt die laufende Aktienrally unverändert. In der Summe stellt dieser Marktbreiteindikator unverändert einen unterstützenden Faktor für die Aktienmarktentwicklung dar.
Advance-/Decline-Linie NYSE (Daily)
Quelle: Macrobond, HSBC / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Advance-/Decline-Linie NYSE
Quelle: LSEG, tradesignal²
Allzeithoch im Visier?
„Ein deutliches Lebenszeichen“ – so titelten wir letzte Woche in Bezug auf die Palantir-Aktie. Die damalige Überschrift möchten wir heute nochmals explizit betonen. Nach der korrektiven Phase seit Ende 2025 sorgt der Bruch des entsprechenden Abwärtstrends (akt. bei 149,85 USD) für ein echtes charttechnisches Ausrufezeichen. Der Spurt über die jüngsten Erholungshochs bei 161/164 USD unterstreicht die Ambitionen der Bullen zusätzlich. Dieser doppelte Ausbruch wird von konstruktiven Indikatoren begleitet. Hervorheben möchten wir das neue MACD-Kaufsignal sowie die Relative Stärke nach Levy. Letztere notiert wieder deutlich über dem Schwellenwert von 1 und hat darüber hinaus eine Bodenbildung im Verlauf des Trendfolgers komplettiert. Übergeordnet kann die Kursentwicklung der letzten Monate somit als klassische Korrekturflagge interpretiert werden. Dieses trendbestätigende Kursmuster legt den Grundstein für einen Anlauf auf das bisherige Allzeithoch bei 207,52 USD. Rein rechnerisch ergibt sich aus der abgeschlossenen Flaggenkonsolidierung sogar ein Kursziel von rund 245 USD. Auf der Unterseite bietet sich indes der o. g., ehemalige Abwärtstrend als Absicherung an.
Palantir Technologies (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Palantir Technologies
Quelle: LSEG, tradesignal²
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