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08:15 Uhr, 15.09.2026

DAX® - Marktbreite trübt sich weiter ein

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Marktbreite trübt sich weiter ein

Gestern hatten wir an dieser Stelle die Anzahl neuer 52-Wochen-Tiefs für alle an der NYSE notierten Papiere diskutiert. Die Anzahl neuer Jahrestiefs erreichte in der vergangenen Woche ein sehr hohes Niveau. Auch gestern standen 261 neuen Jahrestiefs lediglich 51 neue Hochs gegenüber. Damit lag die Anzahl neuer Tiefs im September an jedem einzelnen Handelstag oberhalb der Anzahl neuer 52-Wochen-Hochs. Ein anderes Maß für die grundsätzliche Marktverfassung stellt der Prozentsatz an Einzeltiteln dar, die oberhalb der 50-Tage-Linie notieren. Für den Nasdaq-100® erfüllen „nur“ noch 40 % der Einzelaktien dieses Kriterium. Charttechnisch musste der DAX® zu Wochenbeginn ein neues Verlaufstief (23.326 Punkte) hinnehmen. Damit steht die Haltezone bei 25.500/25.400 Punkten weiterhin zur Disposition. Ein endgültiger Bruch dieser Bastion dürfte ein Schließen der Kurslücke von Ende Juli bei 25.303/25.100 Punkten nach sich ziehen. Um das derzeit etwas fragilere Chartbild zu verbessern, müssten die deutschen Standardwerte zumindest die 50-Tage-Linie (akt. bei 25.738 Punkte) zurückerobern.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Schiebezone wackelt!

Seit Anfang August bewegt sich der S&P 500® in einer auffallend engen Seitwärtsrange von lediglich gut 200 Punkten. Dadurch ergibt sich ein klassisches „Luftholen“-Setup. Aktuell rücken aber wichtige Unterstützungen in den Fokus: Gemeint ist zunächst die Unterkante der angeführten Range. Technisch wird diese Zone durch die 50-Tage-Linie (akt. bei 7.610 Punkten) sowie das alte Rekordniveau vom Juni bei 7.621 Punkten zusätzlich untermauert. Eine besondere Brisanz verleiht dieser Signalzone die Konstellation bei den Bollinger Bändern: So ist der Abstand zwischen den Begrenzungen dieses Volatilitätsindikators auf historische Tiefstände zusammengeschmolzen. In der Vergangenheit war das oftmals der ideale Nährboden für den nächsten Vola-Impuls. Der Bruch der Kernunterstützung bei 7.600 Punkten dient dafür als Trigger. Auf der Unterseite besteht eine weitere tragfähige Haltezone im Bereich von 7.200 Punkten, wo das Junitief (7.238 Punkte) mit der 200-Tage-Linie (akt. bei 7.167 Punkten) zusammenfallen. Auch unter saisonalen Gesichtspunkten könnten die nächsten Wochen etwas holpriger werden. Da sich zusätzlich die Marktbreite eintrübt (siehe Analyse oben), überwiegen kurzfristig die Risiken.

S&P 500® (Daily)

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Dieses Risikolevel sollten Sie kennen!

In den letzten Jahren befand sich die E.ON-Aktie in einem stabilen Aufwärtstrend. Doch seit dem Frühjahr gerät diese Aufschwungphase ins Stocken. Charttechnisch drohen die Hochpunkte bei rund 20 EUR ein klassisches Doppeltop zu bilden (siehe Chart). Für ein zusätzliches Warnsignal sorgt dabei, dass der Versorger zuletzt seine 38-Wochen-Linie (akt. bei 18,28 EUR) preisgeben musste. Die Tiefs bei gut 17 EUR definieren dabei die Nackenlinie der drohenden Topformation, mit der sich das Papier in den letzten Wochen immer wieder auseinandergesetzt hatte. Da ein Bruch dieser Bastion die obere Umkehr mit einem rechnerischen Abschlagspotenzial von rund 3 EUR vervollständigen würde, handelt es sich um ein entscheidendes Risikolevel. Auch diverse Indikatoren (z. B. RSI, MACD) mahnen eher zur Vorsicht. Es ist also derzeit ein Tanz auf der charttechnischen Rasierklinge. Um die Wahrscheinlichkeit des Haltens dieser Schlüsselzone zu erhöhen und die Gefahr der Ausprägung eines Doppeltops zu bannen, müsste die E.ON-Aktie dagegen schnellstmöglich die o. g. 38-Wochen-Linie zurückerobern.

E.ON (Weekly)

Chart E.ON

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart E.ON

Chart E.ON

Quelle: LSEG, tradesignal²

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