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08:45 Uhr, 11.09.2026

DAX® - Die nächste Haltezone steht unter Druck

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Die nächste Haltezone steht unter Druck

Zuletzt hatten sich die Bollinger Bänder beim DAX® sehr stark zusammengezogen. Über zwei Wochen hinweg verharrte der Abstand zwischen den Begrenzungen des Volatilitätsindikators auf dem niedrigsten Stand des Jahres. Aufgrund des jüngsten Aufbrechens dieser besonderen Konstellation befürchteten wir gestern einen neuen Vola-Impuls auf der Unterseite. Da die nächste Haltezone bei rund 25.500 Punkten massiv unter Druck steht, ist das kurzfristig eine der Schlüsselfragen für die deutschen Standardwerte. Letztlich hat das Unterschreiten des alten Allzeithochs bei 25.900 Punkten bzw. der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.750 Punkten) seine Wirkung nicht verfehlt. Dieses Verhaltensmuster ebnet bisher auch den Weg für die saisonale Schwächeperiode im September. Mittlerweile summiert sich der „drawdown“ im September auf 3,4 %, was ziemlich genau dem historischen Mittel in guten Aktienjahren entspricht. Die nächste Haltezone steckt jetzt die Aufwärtskurslücke von Ende Juli bei 25.303/25.100 Punkten ab. Um das derzeit angeschlagene Chartbild zu verbessern, müsste der DAX® dagegen zumindest die o. g. ehemalige Haltezone bei 25.500 Punkten schnellstmöglich zurückerobern.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Wichtige Hürde genommen

„Extrem kritisch: Diese Marken müssen Sie kennen!“ So lautete unsere Überschrift zu unserer letzten Einschätzung der charttechnischen Perspektiven der 10-jährigen Rendite USA (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 4. September). Zur Erinnerung: Seit Ende 2023 bewegt sich das Zinsbarometer zwischen 3,60 % auf der Unterseite und 4,80 % auf der Oberseite seitwärts. Im Wochenbereich liegt zudem seit Beginn des Jahres 2025 ein „rounding bottom“ mit der identischen Nackenlinie bei 4,80 % vor (siehe Chart). Diesen entscheidenden Deckel hat die „10-jährige“ jetzt gelüftet, sodass ein doppelter Ausbruch vorliegt und zwei unterschiedliche Kursmuster eine Fortsetzung des jüngsten Zinsanstiegs nahelegen. Während sich aus der im Chart eingezeichneten Untertassenformation ein Kursziel von 5,80 % ergibt, lässt die Auflösung der großen Schiebezone perspektivisch sogar auf einen Folgeanstieg bis in den Bereich von 6 % schließen. Anlegerinnen und Anleger sollten sich deshalb auf ein neues Bewegungshoch oberhalb des Jahreshochs von 2023 bei 5,02 % vorbereiten. Seit 1993 hat die 10-jährige Rendite USA in diesem Dunstkreis immer wieder wichtige Hoch- und Tiefpunkte ausgebildet. Entsprechend würde ein neues Mehrjahreshoch für eine weitere Trendbestätigung sorgen.

10-jährige Rendite USA (Weekly)

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart 10-jährige Rendite USA

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal²

Auf Allzeithoch!

Aufgrund mehrerer markanter Ausbrüche hatten wir den Rohstoffsektor im Jahresverlauf mehrfach konstruktiv begleitet (siehe u. a. „HSBC Daily Trading“ vom 2. Februar bzw. 13. Mai). Da sich diese voll bewährt haben, ist es Zeit für ein Update der charttechnischen Perspektiven des CRB TR Index. Mit 544 Punkten konnte das Rohstoffbarometer zuletzt erneut ein neues Allzeithoch verbuchen. Der zugrundeliegende Basisaufwärtstrend seit dem Jahr 2020 wird also zum wiederholten Mal bestätigt. Zuvor hielt der CRB im Bereich des alten Rekordlevels aus dem Jahr 2008 (470 Punkte) einige Monate inne. Wenn Anlegerinnen und Anleger diese Phase als seitliche Schiebezone interpretieren, dann ergibt sich aus deren Höhe ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von 586 Punkten. Der MACD ist zwar weiterhin freundlich zu interpretieren, doch inzwischen hat der Trendfolger ein historisch hohes Niveau erreicht. Gleichzeitig notiert der RSI im überkauften Terrain und beginnt eine divergente Entwicklung zu zeigen. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein aktives Money Management an Bedeutung. Zur Sicherung der bisher aufgelaufenen Kursgewinne bietet sich entweder das 2008er-Hoch bei 470 Punkten oder das Verlaufstief vom Juni bei 447 Punkten an.

CRB TR Index (Monthly)

Chart CRB TR Index

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart CRB TR Index

Chart CRB TR Index

Quelle: LSEG, tradesignal²

Strategische Bodenbildung

Mit unserer Analyse der Okta-Aktie am 21. Mai haben wir ein sehr gutes Timing bewiesen. Der Sprung über die Kombination aus dem Abwärtstrend seit Juni 2025 und der 38-Wochen-Linie hat sich als der erwartete Katalysator erwiesen. Mittlerweile ist der Titel sogar einen entscheidenden Schritt weiter: Dank des Spurts über die Hochs bei 111,35/114,50/127,57 USD kann die Kursentwicklung der letzten vier Jahre als strategische Bodenbildung interpretiert werden (siehe Chart). Aus der Höhe der großen, unteren Umkehr ergibt sich ein (Mindest-)Kursziel von rund 185 USD. Interessanterweise harmoniert dieses Anlaufziel bestens mit einem zweiten Kursmuster. So bildet die Kursentwicklung der letzten Wochen eine nach oben aufgelöste Schiebezone zwischen 126 USD und 157 USD, woraus sich ein vergleichbares Kursziel ergibt. Die Auflösung dieser Schiebezone geht im Tagesbereich mit einer großen Aufwärtskurslücke (138,00 USD zu 156,50 USD) einher, was dem Ausbruch einen zusätzlichen Nachdruck verleiht. Gleiches gilt für den trendfolgenden MACD, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) freundlich zu interpretieren ist. Als nachgezogenen Stopp-Marke bietet sich die Kombination aus dem Junihoch bei 142,35 USD und dem o. g. Gap an.

Okta (Weekly)

Chart Okta

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Okta

Chart Okta

Quelle: LSEG, tradesignal²

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