Analyse
13:30 Uhr, 21.09.2026

FREEPORT-MCMORAN will seinen größten Schatz aus der Halde holen

Freeport-McMoRan sucht das nächste große Kupfervorkommen nicht tief unter der Erde. Es liegt längst an der Oberfläche.

In den Halden des US-Konzerns stecken nach Angaben von Vorstandschefin Kathleen Quirk rund 40 Mrd. Pfund Kupfer, das mit früheren Verfahren nicht wirtschaftlich gewonnen werden konnte. Neue Chemikalien und beheizte Lösungen sollen nun erschließen, was alte Technologien zurückließen. Gelingt das Vorhaben, könnte Freeport seine Jahresproduktion innerhalb weniger Jahre um 600 Mio. Pfund steigern, ohne dafür eine neue Mine bauen zu müssen.

"Wenn man darüber nachdenkt, entspricht das der Größe einer großen neuen Kupfermine“, sagte Quirk auf der Laguna Conference von Morgan Stanley. Der Vergleich ist nicht übertrieben. Freeport fördert mit dem neuen Laugungsverfahren derzeit rund 200 Mio. Pfund Kupfer pro Jahr. Bis zum Jahresende soll die Produktionsrate auf etwa 300 Mio. Pfund steigen, langfristig peilt der Konzern 800 Mio. Pfund an.

Der wirtschaftliche Reiz liegt in der Vorgeschichte des Materials. Das Gestein wurde bereits abgebaut, transportiert und aufgeschüttet. Die teuerste Arbeit ist damit erledigt. Für die bislang zusätzlich gewonnenen 200 Mio. Pfund lagen die inkrementellen Kosten laut Quirk bei weniger als 1 USD je Pfund. Klassische Großprojekte verschlingen dagegen Milliarden, benötigen häufig Jahrzehnte und kämpfen mit Genehmigungen, knappen Fachkräften und steigenden Baukosten.

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