DAX® - Die volle Breitseite
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Die volle Breitseite
Seit vergangenen Freitag musste der DAX® rund 1.500 Punkte abgeben. Von den zwischenzeitlichen Kursgewinnen im bisherigen Jahresverlauf 2026 ist deshalb nichts mehr übriggeblieben. Vielmehr notieren die deutschen Standardwerte seit Anfang Januar jetzt knapp 3 % im Minus. Charttechnisch wesentlich bedeutender sind allerdings die beiden Abwärtsgaps, welche das Aktienbarometer an den letzten beiden Handelstagen ausgebildet hatte. Das ist ein Indiz für einen von der Psychologie dominierten Markt. Dazu passt der Rutsch unter die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.175 Punkten), wodurch die Hochs bei 25.508/25.406 Punkten ein sog. Doppeltop bilden (siehe Chart). Aus der Höhe dieser Trendwendeformation ergibt sich ein rechnerisches Abschlagspotenzial von 1.200 Punkten. Letztlich ausreichend, um perspektivisch die Tiefpunkte bei knapp 23.000 Punkten auszuloten. Zusammen mit einer langfristigen Trendlinie im Monatsbereich (akt. bei 23.206 Punkten) entsteht auf diesem Niveau ein strategischer Halt. Apropos hohe Zeitebene: Auf Monatsbasis generieren diverse Langfristindikatoren (z. B. MACD, RSI) gerade neue Ausstiegssignale. Um das beschriebene Doppeltop zu negieren, müsste der DAX® indes die 200-Tage-Linie zurückerobern und die gestrige Kurslücke (24.240 zu 24.577 Punkten) schließen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Ein schmaler Grat
Während der S&P 500® der geopolitischen Situation am Montag mit einem kleinen Kursplus trotzte, mussten die amerikanischen Standardwerte gestern ebenfalls Abschläge hinnehmen. Zuvor hatte sich das Aktienbarometer in einer engen Range zwischen 6.776 Punkten auf der Unter- und 7.002 Punkten auf der Oberseite bewegt. Eine nachhaltige Auflösung der beschriebenen Schiebezone würde also ein Abschlagspotenzial von rund 225 Punkten bereithalten. Damit würde der nächste Rückzugsbereich aus den Tiefpunkten bei 6.550 Punkten – verstärkt durch den Durchschnitt der 200 Tage (akt. bei 6.570 Punkten) in den Fokus rücken. Vor allem die längerfristigen Charts verdeutlichen, dass für den S&P 500® einiges auf dem Spiel steht. So notieren bspw. die Bollinger Bänder auf Wochenbasis historisch eng. In der Vergangenheit war die Situation oftmals der ideale Nährboden für einen neuen Trendimpuls. Gleichzeitig drohen im Monatsbereich der RSI und der MACD auf historischen Hochständen zu kippen. Gerade bei letzterem – verbunden mit einer Rückkehr in den Regressionskanal seit den 1990er-Jahren – wäre das ein echter Schuss vor den Bug der Bullen. Beim DAX® kam es gestern bereits zu dieser negativen Weichenstellung (siehe Analyse oben).
S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kurs Allzeithoch?
Auf Basis des alten Hochs aus dem Jahr 2018 bei gut 80 USD hat die Conoco Phillips-Aktie zuletzt die Kurve bekommen. Auf diesem Niveau hat der Öltitel einen klassischen Doppelboden ausgeprägt. Der Bruch des Korrekturtrends seit April 2024 sowie die Rückeroberung der 38-Monats-Linie (akt. bei 106,17 USD) setzen weitere charttechnische Ausrufezeichen. Auch diverse Indikatoren sorgen derzeit für „grünes Licht“. Hervorheben möchten wir den Abwärtstrendbruch im Verlauf des RSI sowie das jüngste MACD- Kaufsignal. Perspektivisch rücken damit die historischen Hochstände aus den Jahren 2024 und 2022 bei 135,18 USD bzw. 138,45 USD wieder in den Mittelpunkt. Gelingt der Vorstoß in „uncharted territory“, entsteht nochmals ein prozyklisches Kaufsignal. Schließlich könnte die Kursentwicklung der letzten vier Jahre dann als klassische, nach oben aufgelöste, Tradingrange interpretiert werden. Unter Risikogesichtspunkten gilt es dagegen, die oben genannte Glättungslinie der letzten 38 Monate in Zukunft nicht mehr zu unterschreiten. Ein Stop-Loss auf dieser Basis sichert gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
ConocoPhillips (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart ConocoPhillips
Quelle: LSEG, tradesignal²
Bärenfalle?
Es stand einiges auf dem Spiel für die Palantir-Aktie. Konkret drohte der Abschluss einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation – also einer oberen Umkehrformation. Dieses Trendwendemuster hat zuletzt aber keinen nennenswerten Abgabedruck nach sich gezogen. Vielmehr arbeitet der Technologietitel an einer Stabilisierung. Entscheidend dürfte nun die Rückeroberung der Nackenzone der o. g. S-K-S-Formation bei knapp 150 USD sein, denn dadurch würde die diskutierte Stabilisierung bestätigt und gleichzeitig die obere Trendwende negiert. Im Erfolgsfall liegt eine sog. „Bärenfalle“ bzw. ein Fehlausbruch auf der Unterseite vor (siehe Chart). „False breaks are followed by fast moves!“ So lautet eine der ältesten Tradingweisheiten überhaupt. In der Folge könnte die Palantir-Aktie von einer dynamischen Gegenbewegung profitieren, wobei die 200-Tage-Linie (akt. bei 161,67 USD) ein erstes Anlaufziel markiert. Die Hochpunkte bei 180 USD bzw. bei 188 USD stecken danach die nächsten Erholungsziele ab. Aber auch unter Risikogesichtspunkten bietet der aktuelle Kursverlauf eine wichtige Orientierungshilfe. So bietet sich die jüngste Aufwärtskurslücke (untere Gapkante bei 138,10 USD) als Absicherung an.
Palantir Technologies (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Palantir Technologies
Quelle: LSEG, tradesignal²
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