DAX®-Kursindex - Trend hat Bestand
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Trend hat Bestand
Den heutigen Brückentag – zumindest in einigen Teilen Deutschlands – möchten wir nutzen, um mal wieder einen intensiveren Blick auf den DAX®-Kursindex zu werfen. Die deutschen Standardwerte (ohne Berücksichtigung der Dividenden) haben zuletzt genau dort Stabilität gezeigt, wo es aus charttechnischer Sicht „halten sollte oder gar halten musste“: im Bereich des Aufwärtstrends seit Herbst 2022 (akt. bei 8.986 Punkten). Diese Trendlinie fungiert als Gradmesser für die Bullen – sie trennt eine normale Konsolidierung innerhalb eines intakten Trends von einer Trendverletzung mit entsprechendem Anschlussrisiko. Dass der Kursindex dort wieder Käufer gefunden hat, spricht zunächst für eine weiterhin konstruktive Grundtendenz. Auf der Oberseite bleibt der Bereich um 9.300 Punkte der zentrale Widerstand. In den letzten Monaten hat das Aktienbarometer hier immer wieder wichtige Hochs ausgebildet. Erst ein klarer Ausbruch über die 9.300er-Marke würde ein neues Momentum entfachen und das Signal liefern, dass die jüngste Seitwärtsphase überwunden ist.
DAX®-Kursindex (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®-Kursindex
Quelle: LSEG, tradesignal²
Welche Marken jetzt wichtig sind!
Die Korrekturkerze vom März setzte beim Silberpreis wichtige Leitplanken, denn die Schwankungsbreite der beiden folgenden Monate verblieb innerhalb der Hoch-Tief-Spanne vom März. Es entstehen auf Monatsbasis also zwei Innenstäbe. Die Maikerze verfügt zudem über einen markanten Docht. Auffällig ist aktuell, dass das Edelmetall zuletzt immer wieder wichtige Tiefs bei gut 70 USD ausgeprägt hat. Zusammen mit der Jahresschlussnotiz von 2025 (71,26 USD) sowie einer Unterstützung auf Ichimoku-Basis (73,82 USD) entsteht auf diesem Niveau ein massiver Rückzugsbereich. Knapp darunter verläuft mit der 200-Tage-Linie (akt. bei 67,64 USD) eine weitere wichtige Unterstützung. Insgesamt besitzt die Auffangzone bei rund 70 USD eine entsprechend hohe Relevanz. Die quantitativen Indikatoren sind weiterhin heißgelaufen (MACD) oder haben sogar gerade ein neues Ausstiegssignal generiert. Um die seit dem Allzeithoch bei 121,64 USD bestehende Korrekturphase abzuschließen, müsste der Silberpreis dagegen das Maihoch bei 89,36 USD überspringen und damit auch die eingangs erwähnten Innenstäbe nach oben auflösen.
Silber (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Silber
Quelle: LSEG, tradesignal²
Dauerläufer pausiert
Die Münchener Rück-Aktie zählte lange Zeit zu den charttechnischen Dauerläufern am deutschen Aktienmarkt. So dominiert seit 2003 ein stabiler, langfristiger Aufwärtstrend mit höheren Hochs und höheren Tiefs. Seit dem Rekordhoch vom Frühjahr 2025 bei 615,80 EUR bekommt dieses Bild allerdings Risse. Nicht nur, dass das Papier in den Korrekturmodus übergegangen ist, sondern zuletzt wurde sogar eine Topbildung vervollständigt (siehe Chart). Letztlich spricht diese Entwicklung für einen hohen Reifegrad des übergeordneten Haussetrends. Rein rechnerisch hält die obere Umkehr ein Abschlagspotenzial von 110 EUR bereit, was zu einem Kursziel von knapp 400 EUR führt. Auf dem Weg in diese Region steht der Aktie jetzt eine wichtige Haltezone zur Verfügung. Gemeint ist die Kombination aus der 200-Wochen-Linie und dem Aufwärtstrend seit März 2020 (akt. bei 440,25/439,45 EUR). Ein nachhaltiger Bruch dieser Bastion erhöht das Risiko einer tieferen Trendanpassung und rückt die obere Begrenzung des Basisaufwärtstrends (auf Monatsbasis akt. bei 407,57 EUR) in den Mittelpunkt. Um das angeschlagene Chartbild zu verbessern, müsste sich die Aktie zumindest im Bereich der aktuellen Haltezone stabilisieren; besser wäre aber eine Rückeroberung der 500er-Marke, welche das o. g. Top negieren würde.
Münchener Rück (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Münchener Rück
Quelle: LSEG, tradesignal²
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