Werbung
Kommentar
08:20 Uhr, 11.06.2026

DAX® - Glättungslinien wackeln

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008467440Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
  • ISIN: US78378X1072Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Cboe)

Werbung

Glättungslinien wackeln

Aufgrund einiger Nachfragen gehen wir zu Beginn heute nochmals auf die saisonalen Rahmenbedingungen ein. Gemessen am Durchschnittsverlauf des US-Zwischenwahljahres ist die 2. Junihälfte mit einem Kursabschlag von 2 % zyklisch herausfordernd. Eine ähnlich schwache Phase wartet dann noch einmal von Ende August bis Ende September, ehe das 4. Quartal im US-Zwischenwahljahr dann eine echte Verbesserung verspricht. In unserem Jahresausblick hatten wir darüber hinaus auf den Belastungsfaktor „drei Bullenjahre in Folge“ hingewiesen. Nach einem solchen „Bilderbuchlauf“ ist vor allem das 3. Quartal im „Jahr 4“ mit einem Kursabschlag von durchschnittlich rund 6 % besonders korrekturanfällig. Unter zyklischen Gesichtspunkten könnten die kommenden Monate also durchaus noch einige Fallstricke bereithalten. Charttechnisch hält beim DAX® die jüngste Korrekturphase an. Dabei kam es gestern zur Belastungsprobe der Haltezone aus der 50- und der 200 Tage-Linie (akt. bei 24.289/24.180 Punkten). Diese Bastion, die durch das untere Bollinger Band (akt. bei 24.013 Punkten) zusätzlich verstärkt wird, dürfte heute erneut auf dem Prüfstand stehen.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

15 %-Kursplus in zwei Monaten – ein gutes Zeichen?

Am Aktienmarkt kommt es derzeit durchaus zu widersprüchlichen Signalen. Auf der Habenseite können Anlegerinnen und Anleger den Faktor „Momentum“ verbuchen. Schließlich konnte der S&P 500® im April/Mai um mehr als 15 % zulegen. Die klassische Momentumthese lautet: „Stärke zieht weitere Stärke nach sich!“. Um diese Basisannahme statistisch zu überprüfen, haben wir die Daten der US-Standardwerte seit 1945 herangezogen. Zunächst ist ein Kurszuwachs von mindestens 15 % in zwei Monaten äußerst selten. Seit dem 2. Weltkrieg kam es lediglich sechs Mal zu einer solchen Rally – also weniger als ein Mal pro Dekade gibt es in so kurzer Zeit eine derart starke Hausse. Spannender als diese Rückspiegelbetrachtung sind allerdings die Implikationen für die Zukunft. Nach einem solchen Kursanstieg legt der S&P 500® in den kommenden 12 Monaten in fünf von sechs Fällen weiter zu. Im historischen Durchschnitt beträgt die Performance nach einem „15%-Momentum-Signal“ beachtliche 21,5 % - mehr als doppelt so hoch als im durchschnittlichen 12-Monats-Zeitraum. Die vergangene Performance ist zwar keine Garantie, aber vermutlich hätten die wenigsten Anlegerinnen und Anleger etwas gegen eine Wiederholung dieses „Momentum-Musters“.

S&P 500® (Monthly)

Chart S&P 500®

Daten: LSEG,HSBC; S&P500 seit 1945 / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Spiel mit dem Feuer

Seit dem Allzeithoch von Ende Januar bei 121,64 USD befindet sich der Silberpreis im Korrekturmodus. Analog zu Gold musste auch der kleine Bruder im Verlauf der Abwärtsbewegung jüngst die 200-Tage-Linie (akt. bei 68,13 USD) preisgeben. Damit ist nicht nur die Kursentwicklung des Jahres 2026 negativ geworden, sondern die Korrektur der letzten Monate erreicht mittlerweile ein Ausmaß von fast 50 %. Im Fokus stehen jetzt die Tiefpunkte vom Februar und März bei 63,99/60,94 USD als zentraler Supportbereich (siehe Chart). In diesem Dunstkreis verläuft auch die 50-Wochen-Linie (akt. bei 62,40 USD). Diese Haltezone gilt es unbedingt zu verteidigen, ansonsten müsste die Kursentwicklung seit Ende Januar als absteigendes Dreieck interpretiert werden – ein klassisches Trendfortsetzungs- bzw. Schwächesignal. In diesem Szenario wäre deshalb mit einer Ausdehnung der laufenden Korrekturbewegung in Richtung der alten Ausbruchsmarken bei 50 USD zu rechnen. Um das angeschlagene Chartbild zu verbessern, müsste der Silberpreis indes die 200-Tage-Linie möglichst schnell zurückerobern. Unter saisonalen Gesichtspunkten befinden sich die Edelmetalle noch bis Anfang Juli in einer korrektiven Phase. Erst nach dem Halbjahreswechsel kommt es hier zu einer Verbesserung.

Silber (Daily)

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Silber

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradesignal²

Sie möchten börsentäglich kostenlose Technische Analysen zu DAX®, ausgewählten Aktien, Währungen und Rohstoffen erhalten?

Kostenlos abonnieren

Wichtige Hinweise
Werbehinweise

HSBC Continental Europe S.A., Germany
Derivatives Public Distribution
Hansaallee 3
40549 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de

2)Transaktionskosten und Ihr Depotpreis (Beispielrechnung in den Wichtigen Hinweisen) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt und wirken sich negativ auf die Wertentwicklung der Anlage aus. Lesen Sie bitte die Wichtigen Hinweise, einschließlich der Werbehinweise.