DAX® - Die großen Leitplanken
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Erwähnte Instrumente
Die großen Leitplanken
Der DAX® startete mit den erwarteten Kursabschlägen in die neue Handelswoche. Ausgehend vom Tagestief bei 24.427 Punkten konnten sich die deutschen Standardwerte allerdings erholen, sodass letztlich nur ein kleines Abwärtsgap (24.733 zu 24.756 Punkten) offenblieb. Dennoch bleibt es bei den zum Teil hektischen Kurssprüngen der letzten Wochen. Aus diesem Grund „zoomen“ wir etwas heraus und diskutieren die wirklich relevanten Chartmarken. Seit Mitte Januar hat das Aktienbarometer mehrfach bei 25.406/25.508 Punkten wichtige Hochs ausgeprägt – zuletzt Ende Mai/Anfang Juni. Erst ein Lüften dieses Deckels dürfte die aktuelle Seitwärtsphase beenden und ein neues Aufwärtsmomentum entfachen. Auf der Habenseite können Anlegerinnen und Anleger indes ein wichtiges Detail verbuchen. In der vergangenen Woche kam es zu einem konstruktiven Schnittmuster zwischen der 50- und der 200 Tage-Linie (akt. bei 24.215/24.180 Punkten). Die beiden gleitenden Durchschnitte machen also durchaus Mut – zumindest markieren die Glättungen einen massiven Rückzugsbereich auf der Unterseite.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Latente Korrekturgefahren
Der S&P 500® stieg zuletzt neun Wochen in Folge. Diese Erfolgsserie mit neun weißen Wochenkerzen in Serie ist jetzt gerissen – ein erstes Warnsignal, dass das Aufwärtsmomentum an Schwung verliert. Erschwerend kommt hinzu, dass die amerikanischen Standardwerte mit dem Allzeithoch bei 7.621 Punkten das Kursziel aus dem zuvor ausgebildeten V-Muster punktgenau ausgeschöpft haben. Technisch spricht das für eine „Zielerreichung“, zumal der Tageschart aktuell einige Risikohinweise liefert. Hervorheben möchten wir das MACD-Ausstiegssignal sowie die Topbildung im Verlauf des RSI – beides deutet auf zunehmende Korrekturrisiken hin. Auf der Unterseite markieren die Tiefs bei rund 7.335 Punkten eine erste Rückzugszone, ehe die 50 Tage-Linie (akt. bei 7.175 Punkten) als nächste relevante Unterstützung in den Fokus rückt. Entscheidend ist jedoch vor allem die Ausbruchszone um 7.000 Punkte: Sie fungiert als massive Unterstützung und definiert die Grenze zwischen einer normalen Verschnaufpause und einer echten charttechnischen Breitseite. Per Saldo dürften die Bäume kurzfristig nicht mehr in den Himmel wachsen.
S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
200-Tage-Linie gebrochen
Beim Goldpreis hatten wir zuletzt immer wieder die Bedeutung der Schlüsselunterstützung bei rund 4.400 USD hervorgehoben. Zur Erinnerung: Diverse alte Hoch- und Tiefpunkte, ein Fibonacci-Retracement sowie die 200-Tage- Linie (akt. bei 4.436 USD) bildeten hier einen absoluten Kernhaltebereich. Abgerundet wird die auf diesem Niveau bestehende Kumulationsunterstützung durch eine alte, aus den 1980er-Jahren stammende Trendlinie (auf Quartalsbasis akt. bei 4.439 USD). Diese Schlüsselzone musste das Edelmetall jetzt preisgeben, was auch durch ein neues Ausstiegssignal auf Point & Figure-Basis bestätigt wird. Damit sind die zwischenzeitlichen Kursgewinne des Jahres 2026 vollständig aufgezehrt. Die nächste Unterstützung markiert nun das bisherige Jahrestief vom März bei 4.098 USD. Die saisonalen Rahmenbedingungen verbessern sich erst nach dem Halbjahreswechsel – bis dahin ist noch vier Wochen "zyklische Dürreperiode" angesagt. Vor diesem Hintergrund muss mit einer Ausdehnung der seit Ende Januar bestehenden Korrekturflagge gerechnet werden. Nur eine schnelle Rückeroberung der beschriebenen Schlüsselmarken bei 4.400 USD würde das angeschlagene Chartbild des Goldpreises kurzfristig verbessern.
Gold (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Gold
Quelle: LSEG, tradesignal²
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