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Kommentar
08:35 Uhr, 15.02.2024

DAX® - Die klassische „make or break”-Situation

Erwähnte Instrumente

  • DAX
    ISIN: DE0008469008Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
  • S&P 500
    ISIN: US78378X1072Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Cboe)

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Die klassische „make or break”-Situation

Die 17.000er-Marke erweist sich für den DAX® immer mehr als eine sehr hartnäckige. So ringt das Aktienbarometer seit gut drei Wochen mit dieser Barriere und damit auch mit dem alten Allzeithoch vom Dezember 2023 bei 17.003 Punkten. Auf der Unterseite fallen indes die jüngsten beiden Tiefpunkte bei 16.832/16.822 Punkten ins Auge. In der Summe manövrieren sich die deutschen Standardwerte mehr und mehr in de klassische „make or break“-Situation hinein. Wie so oft könnten die US-Märkte den Unterschied machen und damit den entscheidenden Ausschlag geben (siehe Analyse unten). Apropos USA: Fast schon traditionell am Donnerstag noch ein Blick auf die Börsenstimmung. Laut der aktuellen Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) hat die jüngste Euphorie zwar einen Dämpfer erfahren, doch mit einem Bullenanteil von 42,2% sind die Optimisten unter den amerikanischen Privatanlegern gegenüber den Bären (26,8 %) deutlich in der Überzahl. Da beide Werte zudem über bzw. unter den historischen Mittelwerten liegen, ist die Börsenstimmung immer noch als überaus gut zu bezeichnen.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: Refinitiv, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: Refinitiv, tradesignal²

Doppelboden ist perfekt

Gerade noch rechtzeitig hatten wir in der vergangenen Woche vor einer „möglichen Bodenbildung“ bei der 10-jährigen Rendite in den USA gewarnt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 7. Februar). Schließlich dürfte das Rentenbarometer mit einem klassischen Doppelboden – definiert durch die Tiefs von Ende Dezember und vom 1. Februar bei 3,78 % bzw. 3,82 % – die korrektive Phase seit dem Test der magischen 5%-Marke im Oktober vergangenen Jahres abgeschlossen haben (siehe Chart). Für ein zusätzliches Ausrufezeichen sorgen in diesem Zusammenhang die Rückeroberung der Glättungslinien der letzten 50 bzw. 200 Tage (akt. bei 4,05 %/4,13 %). Die diskutierte Bodenbildung eröffnet nun ein rechnerisches Anschlusspotenzial von 0,40 %-Punkten bzw. ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von 4,60 %. Diese Zielmarke rückt besonders dann in den Mittelpunkt, wenn der 10-jährigen Rendite der Spurt über das Hoch vom Herbst 2022 bei 4,34 % gelingt. Unter dem Strich hat die Hoffnung auf fallende Langfristzinsen einen herben Dämpfer erfahren – zumindest ohne ein schnelles Rebreak der o. g. Durchschnitte, welches den angeführten Doppelboden negieren würde.

10-jährige Rendite USA (Daily)

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: Refinitiv, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart 10-jährige Rendite USA

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: Refinitiv, tradesignal²

Die Luft wird dünner

Seit Ende Oktober konnte der S&P 500® in 14 von 15 Wochen zulegen und hat damit eine unglaubliche Erfolgssträhne auf das Börsenparkett gelegt. In der Spitze stiegen die amerikanischen Standardwerte dabei von 4.100 auf 5.048 Punkte. Ist dieser fulminante Lauf mit einem Kursplus von 23 % binnen weniger Wochen nun ausgelaufen? Das ist für Anlegerinnen und Anleger derzeit eine absolute Schlüsselfrage. Charttechnisch gibt es zumindest eine Reihe von Bremsfaktoren, welche auf eine Verschnaufpause hindeuten. So musste das Aktienbarometer jüngst ein Abwärtsgap bei 5.017/5.003 Punkte hinnehmen. Ein solche Abrisskante nach einer solchen Kursrally war in der Vergangenheit oftmals der Startschuss zumindest für eine Konsolidierung. Als weiteres Warnsignal sehen wir die negativen Divergenzen seitens verschiedener Indikatoren (z. B. RSI, MACD) an. Beide Phänomene fallen unter zyklischen Gesichtspunkten in eine korrektive Phase. So zeichnet sich die zweite Februarhälfte im US-Wahljahr häufig durch saisonalen Gegenwind aus. Die Hochs bei rund 4.800 Punkten – verstärkt durch die 50-Tages-Linie (akt. bei 4.795 Punkten) – definieren aktuell einen ersten wichtigeren Rückzugsbereich.

S&P 500® (Daily)

Chart S&P 500®

Quelle: Refinitiv, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: Refinitiv, tradesignal²

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Über den Experten

Jörg Scherer
Jörg Scherer
Leiter Technische Analyse bei HSBC Deutschland

Jörg Scherer, Diplom-Kaufmann und Certified Financial Technician (CFTe), ist Gewinner des 2007er Awards der „Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands“ (VTAD) und der Verfasser des kostenfreien täglichen Newsletter HSBC Daily Trading, einem der meist gelesenen Trading-Newsletter Deutschlands. Ebenfalls analysiert Jörg Scherer auf mehreren Terminen im Jahr auf Seminaren in ganz Deutschland und in Webinaren für Privatanleger und institutionellen Investoren den nationalen und internationalen Aktienmarkt, die Rentenseite, Währungspaare und Rohstoffe.

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