Analyse
09:05 Uhr, 09.01.2026

Chip-Auftragsfertiger TSMC meldet Umsatzsprung im vierten Quartal

Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) meldet zum Jahresende einen kräftigen Wachstumsschub. Der Umsatz des weltgrößten Auftragsfertigers für Halbleiter stieg im vierten Quartal um 20,45 % auf 1,046 Billionen Taiwan-Dollar, umgerechnet 33,0 Mrd. USD.

Erwähnte Instrumente

  • Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) - WKN: 909800 - ISIN: US8740391003 - Kurs: 318,010 $ (NYSE)

Damit übertraf der Konzern sowohl die Markterwartungen von rund 1,036 Billionen Taiwan-Dollar als auch die eigene Prognosespanne. Der Boom rund um Künstliche Intelligenz erweist sich erneut als zentraler Wachstumstreiber.

KI-Nachfrage treibt Erlöse über Erwartungen

Der kräftige Zuwachs geht vor allem auf die stark gestiegene Nachfrage nach Hochleistungschips für Rechenzentren und KI-Anwendungen zurück. TSMC profitiert dabei von seiner Schlüsselrolle in der globalen Halbleiterindustrie. Als wichtigste Kunden gelten unter anderem Nvidia und Apple, deren Produkte zunehmend auf modernste Fertigungsprozesse angewiesen sind.


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Analysten werten die Zahlen als Signal dafür, dass die Investitionswelle im Bereich der Künstlichen Intelligenz bislang nicht an Schwung verliert. Weltweit investieren Technologiekonzerne wie Microsoft und Meta Platforms hohe zweistellige Milliardenbeträge in neue Rechenzentren, um den steigenden Bedarf an Rechenleistung zu decken.

Neben der KI-Nachfrage dürfte auch das klassische Geschäft zur Stabilisierung beigetragen haben. Marktbeobachter verweisen auf robuste Verkäufe neuer Smartphone-Modelle im wichtigen Weihnachtsquartal. Für TSMC ist das relevant, weil der Konzern weiterhin als zentraler Produzent der leistungsfähigsten Mobilprozessoren gilt. Die nachlassende Nachfrage nach Unterhaltungselektronik nach der Pandemie wird durch KI-Anwendungen inzwischen mehr als ausgeglichen.

Der taiwanische Konzern hatte zuletzt massiv in neue Kapazitäten investiert, um den technologischen Vorsprung bei modernen Strukturbreiten zu sichern. Details zur Profitabilität und zum weiteren Ausblick will das Management mit der Vorlage der vollständigen Quartalszahlen am 15. Januar bekanntgeben.

Fazit: Die Zahlen liegen nur leicht über den Erwartungen. Ein neuer Kurstrigger sind diese damit für die TSMC-Aktie kaum noch. Gleichwohl sind die zugrundeliegenden Trends weiter voll intakt.

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