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10:53 Uhr, 23.01.2024

Weizen: Kälte sorgt für Unsicherheit über US-Ernte

Schätzungen eines Landwirtschaftlichen US-Informationsportals zufolge könnte etwa ein Fünftel der Winterweizenpflanzen in den USA von Frostschäden betroffen sein.

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Nach ihrem Rutsch auf ein knappes Sechswochentief in der vergangenen Woche haben sich die Weizenpreise wieder etwas erholt.

„So sorgt etwa in den USA die aktuelle Kältewelle für Unsicherheit. Sorgen bestehen, dass ein Teil des Winterweizens etwa in den Bundesstaaten Texas oder Oklahoma, der nicht von einer Schneedecke geschützt wird, Schaden nehmen könnte. Schätzungen eines Landwirtschaftlichen US-Informationsportals zufolge könnte etwa ein Fünftel der Winterweizenpflanzen in den USA betroffen sein“, schreibt die Leiterin des Rohstoffresearchs der Commerzbank, Thiu Lan Nguyen, in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“.

In Kombination mit einer im Vergleich zur Vorsaison geringeren Aussaatfläche, könnte dies die Aussichten für die Ernte deutlich eintrüben. Hinzu komme, dass die seewärtigen Weizentransporte durch die Spannungen im Roten Meer deutlich beeinträchtigt würden. Laut der Welthandelsorganisation sollten die Weizenlieferungen über den Suez-Kanal in der ersten Januar-Hälfte um 40 Prozent eingebrochen sein, heißt es weiter.

„Bereits im Dezember sind zudem acht Prozent der Transporte zwischen der EU, Russland und der Ukraine nach Asien umgeleitet worden. Mittlerweile liegt die Zahl laut WTO bei 42 Prozent, einige hätten die Reise sogar ganz abgebrochen. Dies wurde auch vom Landwirtschaftsminister der Ukraine bestätigt, laut dem die ukrainischen Ausfuhren im Dezember hoch waren und im Januar aber deutlich fallen sollten“, so Nguyen.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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