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14:15 Uhr, 15.11.2023

Weizen: Commerzbank senkt Preisprognose

Die Commerzbank hat ihre Prognose per Ende März 2024 für den an der CBT gehandelten Weizenpreis auf 620 US-Cent je Scheffel gesenkt.

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    Kursstand: 570,82 US¢/bu. (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Die Commerzbank hat ihre kurzfristigen Weizenpreisprognosen gesenkt, auch wenn auf Sicht der kommenden Monate weiterhin mit einem Preisanstieg gerechnet wird, da die Angebotssituation tendenziell angespannt bleiben dürfte.

Zuletzt schienen sich die Ernteaussichten aufgrund von Regenfällen in wichtigen Anbauregionen in Australien und Argentinien zugegebenermaßen wieder etwas zu verbessern. Für Australien wurden die Schätzungen von einigen Branchenexperten entsprechend angehoben. Jedoch dürften die zuvor trockenen Wetterbedingungen dennoch zu einem massiven Rückgang des australischen Angebots in Höhe von vermutlich fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führen, wie die Leiterin des Rohstoffresearchs der Commerzbank, Thu Lan Nguyen, in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreibt.

Im Falle von Argentinien seien die Regenfälle zudem wohl zu spät gekommen. Die Getreidebörse Rosario in Argentinien habe vergangene Woche ihre Schätzung für die Weizenernte um fast sechs Prozent auf 13,5 Millionen Tonnen gesenkt, was nur noch geringfügig mehr wäre als in der Saison 2022/23. Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer würden derweil eine neu etablierte Transportroute für die ukrainischen Getreideexporte infrage stellen, so dass auch das Angebot aus der Ukraine kurzfristig begrenzt bleiben dürfte, heißt es weiter.

„Wir sehen den Weizenpreis Anfang des nächsten Jahres eher noch weiter nach oben tendieren, haben aber das Hoch für Ende des ersten Quartals beim an der CBT gehandelten Preis auf 620 US-Cent je Scheffel gesenkt (zuvor 640 US-Cent) und beim europäischen Pendant an der Euronext auf 250 Euro je Tonne (zuvor 280 Euro je Tonne)“, so Nguyen.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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