USA: Dieselpreis explodiert, Druck auf dem Kessel!
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- Heizöl - ISIN: XC000A0LLNL4 - Kurs: 4,92 $/gal lqd (ARIVA Indikation)
- Gas Oil/Diesel - WKN: 967781 - ISIN: XC0009677813 - Kurs: 1.461,51 $/t (ARIVA Indikation)
Die USA ordnen per Präsidialerlass eine steuerliche Entlastung für Diesel als Notfallmaßnahme an. An dem Indikator lässt sich gut ablesen, wie die US-Zwischenwahlen ausgehen dürften. Die Republikaner werden es sehr schwer haben. Wahrscheinlich werden sie versuchen, Trump möglichst aus dem Wahlkampf rauszuhalten.
Die USA greifen jetzt direkt in den Dieselmarkt ein. Präsident Trump hat per Executive Order eine befristete steuerliche Notfallmaßnahme angeordnet, weil die Dieselpreise stark gestiegen sind und die globale Versorgung angespannt bleibt. Im Kern wird sogenannter „red dyed diesel“, also rot eingefärbter, normalerweise nur für Landwirtschaft, Bau und andere Offroad Anwendungen bestimmter Diesel, vorübergehend auch für den Straßenverkehr geöffnet. Gleichzeitig soll die darauf eigentlich fällige Bundesverbrauchsteuer bis Ende des Jahres gestundet werden, ohne Zinsen und ohne Strafzahlungen.
Es handelt sich zunächst nicht automatisch um einen vollständigen Steuererlass. Die Bundessteuer auf Diesel beträgt 24,4 Cent je Gallone. Bei einer 250 Gallonen Tankfüllung sind das rund 61 USD. Trump ordnet an, dass diese Steuer für den Zeitraum vom 5. Oktober bis 31. Dezember zunächst aufgeschoben wird. Das Finanzministerium soll zusätzlich prüfen, ob die gestundete Steuer später sogar komplett erlassen werden kann, notfalls über neue Gesetzgebung.
Die Maßnahme ist gezielt auf Farmer, Spediteure, Bauunternehmen und andere große Dieselverbraucher zugeschnitten. Das Weiße Haus argumentiert, dass diese Branchen von der Dieselpreisexplosion besonders hart getroffen werden. Parallel sollen Landwirtschaftsministerium und Verkehrsministerium dafür sorgen, dass der steuerbegünstigte Diesel tatsächlich verfügbar ist und auch logistisch an die Verbraucher kommt. Die Bundesstaaten werden ausdrücklich aufgefordert, ähnliche Entlastungen bei ihren eigenen Dieselsteuern und Regelungen umzusetzen.
Reuters nennt als wesentliche Ursachen die weltweiten Angebotsstörungen durch den Iran Krieg, ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und sehr niedrige globale Produktbestände. Gleichzeitig haben die G7 Staaten auf Druck der USA bereits die Freigabe von insgesamt 100 Mio. Barrel Diesel und Rohöl aus strategischen Reserven vereinbart.
Chart1 = US-Großhandelspreis für Diesel
Chart2 = Europäischer Großhandelspreis für Diesel


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