Südafrika enttäuscht die Märkte
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Pretoria (Godmode-Trader.de) - Die Erwartungen an den neuen südafrikanischen Finanzminister Pravin Gordhan, waren hoch. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Bei seiner Haushaltsrede am Mittwoch, versprach Gordhan, da Defizit zu verringern, die Ausgaben für den Staatsapparat zu senken und Reichen stärker besteuern. Analysten sprachen von viel Rhetorik. Die zuletzt ständigen Wechsel im Amt des Finanzministers und das mickrige Wirtschaftswachstum haben die Sensibilität der Anleger für das Risiko eines Haushaltsdefizits stark erhöht.
Die Landeswährung Rand verlor nach der Haushaltsrede kräftig gegenüber Dollar und Euro. Der Minister senkte die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf nur noch 0,9 Prozent, nach 1,3 Prozent im vergangenen Jahr. Trotz der mittlerweile etwas realistischeren Wachstumsprognosen und geschätzten Staatseinnahmen der Regierung könnten im Verlauf des Jahres immer noch zusätzliche Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen notwendig werden.
Gordhan ist im Dezember als Finanzminister ernannt worden, nachdem Staatspräsident Jacob Zuma zuvor den geachteten Finanzminister Nhlanhla Nene gefeuert und durch einen Unerfahrenen Apparatschik ersetzt hatte. Die Entscheidung löste an den Finanzmärkten Panik aus. Nur wenige Tage musste Zum handeln und übertrug den Posten an den indischstämmgen Gordhan, der bereits vor Nhlanhla Nene Finanzminister war.
Mit dem Ausblick auf eine insgesamt schwache Konjunkturerwartung für das laufende Jahr sind kaum positive Effekte für den dortigen Arbeitsmarkt zu erwarten. Damit werden vom privaten Konsum voraussichtlich auch keine positiven Impulse für den privaten Konsum ausgehen, zumal viele Haushalte bereits überschuldet sind. Hinzu kommt, dass die Kaufkraft der südafrikanischen Haushalte durch die steigende Inflation verringert wird.
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