Fundamentale Nachricht

Stirnrunzeln angesichts negativer Konjunkturzahlen

Der Caixin-Einkaufsmanagerindex und der Einkaufsmanagerindex für die USA liegen unter den Erwartungen. Die US-Indizes sinken ins Minus.

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Nach den gestrigen herben Kursverlusten in Europa erholen sich die Indizes heute europaweit wieder etwas. Der EuroStoxx legt um 0,55 Prozent auf 3.106 Punkte zu. Der DAX schafft ein Plus von 1,2 Prozent auf 9.685 Punkte. Die Kurse stützt ein recht stabiler Einkaufsmanager-Index (PMI) aus der Eurozone. Es zeigt sich: Ein im Vergleich zum Dollar niedriger Euro und die gefallenen Energiepreise schaffen Wettbewerbsvorteile. Ungemach könnte aus China drohen, weil sich hier der Abwärtstrend der vergangenen Monate verstärkt, wie der Caixin-Einkaufsmanagerindex zeigt: Er ist auf den niedrigsten Stand seit Aufzeichnung der Datenreihe vor drei Jahren gefallen.

Dieser ernste Hintergrund dürfte nicht wenig zum heutigen Bild an den US-Börsen beitragen. Die Stimmung ist nach den gestrigen Kursverlusten getrübt. Jüngst hatte die US-Notenbank auf ihre lange geplante Zinsanhebung verzichtet – mit Verweis auf Chinas Konjunkturschwäche. Der um 15.45 Uhr veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für die USA lässt ebenfalls nichts Gutes ahnen – der Index ist im September unter den Erwartungen geblieben.

Die Anleger in den US-Indizes zeigen sich in der ersten Stunde nach Handelsbeginn wenig zuversichtlich: Der Dow Jones verliert 0,17 Prozent auf 16.300 Punkte. Der S&P steckt um 0,14 Prozent auf 1.940 Punkte zurück. Der Nasdaq 100 gibt um 0,20 Prozent auf 4.265 Punkte nach.

Neue Signale zur künftigen Richtung der US-Geldpolitik könnte heute Abend Atlanta-Fed President Dennis Lockhart geben. Um 18.30 Uhr MESZ hält er eine Rede. Jüngst vertrat der Fed-Chef aus St. Louis, James Bullard, die Auffassung, dass ein Fenster für eine Zinserhöhung in den USA noch im Oktober offen sei. Altanta Fed-Chef Dennis Lockhart wies darauf hin, dass er zu einer Zinsanhebung bereit sei, sobald sich die Lage an den Märkten beruhige. Eine wachsende Zahl von Marktteilnehmern setzt allerdings darauf, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm erweitern könnte. Wenn die EZB über ein ausgeweitetes QE-Programm noch mehr Euro in die Märkte pumpt, dürfte die Gemeinschaftswährung kräftig um bis zu zehn US-Cents abwerten, prognostiziert die Investmentbank Goldman Sachs. In diesem Fall würde eine Zinsanhebung die USA teuer zu stehen kommen.

Die Ölpreise notieren angesichts der schwachen Konjunkturzahlen aus China und USA nahezu unverändert. WTI verteuert sich um 0,28 Prozent auf 46,69 US-Dollar. Brent legt auf 49,48 US-Dollar (+0,62 Prozent) zu. Gold ist als sicherer Hafen zunehmend gesucht und profitiert zugleich vom schwächeren US-Dollar. Das Edelmetall steigt auf 1.133 US-Dollar (+0,74%). Der Euro wertet gegenüber dem US-Dollar leicht auf und notiert bei 1,1150 (+0,25%).

US-Einkaufsmanagerindex bleibt unter den Erwartungen

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA ist im September mit 53,0 Punkten unter den Erwartungen geblieben. Prognostiziert wurde ein Wert von 53,3 Punkten nach 53,0 Punkten zuvor.

Goldman Sachs sieht bei Apple Kurspotenzial von 40 Prozent

Die US-Investmentbank Goldman Sachs stuft den Technologiekonzern Apple nach einem Analystenwechsel mit „Buy" und einem Kursziel von 163 Dollar ein: Das Aufwärtspotenzial der Aktie beträgt auf Sicht der kommenden 12 Monate nun 40 Prozent.

Copart über den Analystenschätzungen

Copart übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $0,44 die Analystenschätzungen von $0,39. Umsatz mit $282,3 Mio über den Erwartungen von $281,9 Mio.

China will 300 Flugzeuge von Boeing kaufen

Boeing: Einer Agenturmeldung zufolge hat China einen Auftrag über 300 Flugzeuge unterzeichnet.

NCR-Übernahme durch Blackstone auf Kippe

Die milliardenschwere Übernahme von NCR durch Blackstone steht nach Informationen von Reuters auf der Kippe. Blackstone sei es nicht gelungen, eine Vereinbarung mit dem Geldautomatenhersteller auszuhandeln, heißt es.

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  • dschungelgold
    dschungelgold

    Zinserhoehung in USA? Uhahaha.......bei 1.3% Reserven der Fed! Niemals.

    05:00 Uhr, 24.09.2015