Analyse
07:30 Uhr, 31.08.2026

SERVICENOW will die Schaltzentrale der KI-Wirtschaft werden

ServiceNow will im laufenden Jahr durch den Einsatz eigener KI-Produkte rund 500 Mio. USD an Effizienzgewinnen erzielen.

Diese Zahl ist erwähnenswert, weil sie eine Größenordnung dafür liefert, welchen wirtschaftlichen Nutzen generative und agentische KI innerhalb eines großen Softwarekonzerns entfalten können. Trotz eines Umsatzwachstums von zuletzt 23 % und mehrerer Übernahmen soll die Mitarbeiterzahl 2026 weitgehend konstant bleiben.

CFO Gina Mastantuono sieht darin zugleich das stärkste Verkaufsargument gegenüber Kunden. ServiceNow setzt seine Anwendungen zunächst selbst ein und kann damit konkrete Ergebnisse vorweisen. "Wir sind für nahezu jedes Produkt, das wir auf den Markt bringen, der Kunde Nummer null", sagte Mastantuono auf der Technologiekonferenz der Deutschen Bank. Die eigene Plattform ermögliche es, Umsatzwachstum, Akquisitionen und eine unveränderte Mitarbeiterzahl miteinander zu verbinden.

Der entscheidende Punkt für den Investmentcase liegt deshalb nicht allein im Verkauf zusätzlicher KI-Funktionen. ServiceNow versucht, die durch KI erzielten Einsparungen selbst in eine höhere Marge zu übersetzen. Bis 2030 strebt der Konzern einen Umsatz von 30 bis 32 Mrd. USD und die sogenannte Rule of 60 an. Dabei müssen Umsatzwachstum und Free-Cashflow-Marge zusammen mindestens 60 % erreichen.

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