Analyse
08:00 Uhr, 18.09.2026

Goldman Sachs hebt RENK-Aktie auf Kaufen

Europas Aufrüstung füllt bei RENK die Auftragsbücher. Für Goldman Sachs liegt die eigentliche Chance aber darin, dass aus den Bestellungen in den kommenden Jahren ein deutlich profitableres Geschäft wird.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000RENK730Kopiert
    Kursstand: 40,035 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • RENK GROUP AG INH O.N. - WKN: RENK73 - ISIN: DE000RENK730 - Kurs: 40,035 € (XETRA)

Analyst Sam Burgess stuft die Aktie deshalb von "Neutral" auf "Buy" hoch und setzt das Kursziel auf 65 EUR.

Das Fundament seiner Empfehlung ist die Nachfrage nach Antriebslösungen für militärische Landfahrzeuge. In der Sparte Vehicle Mobility Solutions gingen im ersten Halbjahr 2026 Aufträge über 970 Mio. EUR ein, 42,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag bei 2,3. Ende Juni belief sich der feste Auftragsbestand nach Angaben des Analysten auf rund 2,8 Mrd. EUR und deckte damit mehr als 90 % des für 2026 geplanten Umsatzes ab. Der gesamte Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 7,4 Mrd. EUR.

Die Aufrüstung europäischer Landstreitkräfte bleibe eine "strategische Notwendigkeit", schreibt er. Zusammen mit der internationalen Nachfrage soll das RENK Wachstum über die nächsten Jahre hinaus ermöglichen.

Mehr Volumen, höhere Marge

Entscheidend für die Kaufthese ist, wie profitabel RENK die Aufträge abarbeitet. Burgess erwartet, dass höhere Produktionsmengen die Werke besser auslasten und operative Verbesserungen die Kosten senken. Seine Prognose für die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns steigt von 17,7 % im Jahr 2026 auf 21,5 % im Jahr 2030. In der Landsparte rechnet er mit einem Anstieg von 21,7 % auf 24,9 %.

Ein weiterer Ertragstreiber soll erst nach der Auslieferung entstehen. Militärfahrzeuge bleiben oft jahrzehntelang im Einsatz und benötigen in dieser Zeit Ersatzteile, Wartung, Modernisierungen und Überholungen. Mit jeder neu ausgelieferten Flotte wächst somit die Basis für wiederkehrende Serviceumsätze. Nach Einschätzung von Goldman Sachs könnte das die Gewinne von RENK besser planbar machen.

Fazit: Die hohen Auftragseingänge müssen sich in steigenden Umsätzen niederschlagen, während RENK zugleich die von Burgess erwarteten Effizienzgewinne erzielt. Der hohe Auftragsbestand stützt die Wachstumsthese bereits. Ob daraus auch die prognostizierte Margensteigerung wird, muss das Unternehmen erst noch zeigen. Nach dem Kursrückgang können sich Trader an einer Position versuchen und den Stoppkurs eng bei 38 EUR legen.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 1,36 1,55 1,83
Ergebnis je Aktie in EUR 1,41 1,73 2,20
KGV 29 24 19
Dividende je Aktie in EUR 0,58 0,70 0,85
Dividendenrendite 1,41% 1,71% 2,07%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

RENK GROUP AG INH O.N.
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