INTUITIVE SURGICAL - Das Wachstum schwächelt dort, wo es am meisten zählt
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Wie lange können neue Systeme und höhere Erlöse je Eingriff die langsamere Entwicklung in den USA ausgleichen?
Auf einer Investorenkonferenz von Wells Fargo versuchte Finanzchef Jamie Samath, die Sorge einzuordnen. Die USA stehen für rund 60 % des Geschäfts. Dort wächst die Zahl der mit Intuitive-Systemen durchgeführten Eingriffe inzwischen langsamer. Gleichwohl hält das Unternehmen an seiner Prognose für das weltweite Eingriffswachstum von 13,5 % bis 15,5 % im laufenden Jahr fest. Wahrscheinlich sei ein Wert etwa in der Mitte der Spanne. Schwierigere Vergleichswerte im zweiten Halbjahr und mögliche Folgen geringerer Zuschüsse zur Krankenversicherung seien darin bereits berücksichtigt. Die Schwäche ist auch längst im Aktienkurs herauszulesen, der ordentlich korrigert hat.
Die Finanzzahlen geben dem Management zunächst Rückendeckung. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz nach Samaths Angaben um 21 %. Die operative Marge erreichte 41 %, die Free-Cashflow-Marge 31 %. Letztere liegt deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von etwa 22 %. Auch bei den Geräten blieb die Nachfrage in den USA robust: Im zweiten Quartal platzierte Intuitive 267 Systeme, 24 % mehr als ein Jahr zuvor.
