Analyse
07:05 Uhr, 24.04.2026

SAP - Alles Wichtige aus dem Investoren-Call

SAP hat im ersten Quartal nicht nur starke Zahlen geliefert, sondern vor allem den Anspruch formuliert, im Zeitalter künstlicher Intelligenz mehr zu sein als ein weiterer Softwareanbieter mit neuen KI-Funktionen.

Der Walldorfer Konzern versucht, die Debatte zu verschieben: weg von der Frage, wer die größten Sprachmodelle baut, hin zu der Frage, wer die geschäftskritischen Prozesse großer Unternehmen wirklich versteht.

Vorstandschef Christian Klein brachte diesen Anspruch im Analystencall auf eine Formel, die den strategischen Kern des Abends beschreibt: "Das ERP von SAP ist das institutionelle Gehirn jedes Unternehmens." Gemeint ist: In den Systemen von SAP liegen über Jahrzehnte gewachsene Datenmodelle, Prozesslogik, Branchenwissen und Regeln, nach denen Konzerne ihre Finanzen, Lieferketten, Personalprozesse und Beschaffung steuern. Genau daraus will SAP nun seinen Burggraben im KI-Wettbewerb bauen.

Die Zahlen liefern dafür zunächst die nötige Glaubwürdigkeit. Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand stieg um 25 % auf 21,9 Mrd. EUR. Die Cloud-Erlöse legten um 27 % zu und näherten sich der Marke von 6 Mrd. EUR. Besonders stark blieb die Cloud-ERP-Suite mit einem Plus von 30 %. Der Konzernumsatz erreichte 9,6 Mrd. EUR, das operative Ergebnis stieg um 24 % auf 2,9 Mrd. EUR. Die operative Marge verbesserte sich auf 30 %. Im Zentrum stand die Frage, wie SAP seine Dominanz bei Unternehmensprozessen in die KI-Ära übertragen will.

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