INTEL setzt auf KI-Boom und den internen Kulturwandel
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Jetzt wagt Intel den Angriff zurück an die Spitze der Halbleiterindustrie. Der einstige Branchenführer sieht sich plötzlich gleich von zwei Megatrends getragen: dem explosionsartigen Ausbau der KI-Infrastruktur und dem geopolitischen Wunsch nach einer westlichen Alternative zu asiatischen Chipfertigern. Auf der Bank of America Global Technology Conference zeichnete das Management ein Bild, das vor wenigen Quartalen noch kaum vorstellbar gewesen wäre: steigende Nachfrage, bessere Preise, Fortschritte in der Fertigung und die Aussicht auf langfristig deutlich höheres Wachstum.
Für Finanzchef David Zinsner ist die Ausgangslage klar. Intel habe weiterhin zwei einzigartige Stärken: die jahrzehntelange Kompetenz bei x86-Prozessoren und die Fähigkeit, modernste Chips selbst zu entwickeln und zu produzieren. Lange seien diese Stärken jedoch durch operative Schwächen und kulturelle Probleme überlagert worden. Genau dort habe CEO Lip-Bu Tan nach seinem Amtsantritt angesetzt.
Der Konzern reduzierte die Zahl der Managementebenen von zwölf auf sechs, halbierte die Zahl der Vizepräsidenten und verkleinerte die Belegschaft deutlich. Ziel war eine offenere Unternehmenskultur mit schnelleren Entscheidungen und höherer Transparenz. Nach Aussage des Managements zeigen diese Maßnahmen inzwischen Wirkung. Probleme würden früher erkannt, Entscheidungen schneller getroffen und die operative Umsetzung habe sich spürbar verbessert.
