Fundamentale Nachricht
16:21 Uhr, 29.06.2017

Rohöl: Talfahrt voraus!

Die Verlängerung der Förderbremse der OPEC und Russland um weitere neun Monate dürfte die OECD-Ölvorräte bis Anfang 2018 normalisieren. Allerdings gibt es Risiken für einen erneuten Angebotsüberschuss Mitte 2018, wenn die OPEC-Staaten ihre Kapazitäten nach dem Ende der vereinbarten Drosselung wieder hochfahren.

Erwähnte Instrumente

  • Brent Crude Öl
    ISIN: XC0009677409Kopiert
    Kursstand: 48,015 $/Barrel (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • WTI Öl
    ISIN: XC0007924514Kopiert
    Kursstand: 45,195 $/Barrel (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

London/ Hamburg (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise konnten sich in den vergangenen Tagen von dem Preissturz der vergangenen Woche erholen und die Verluste nahezu vollständig wettmachen. Die Nordseesorte Brent notiert am Donnerstagnachmittag bei 47,70 US-Dollar/Barrel.

Gestützt wird die frische Aufwärtsbewegung durch Fortschritte beim Öllagerabbau in den USA und der Erwartung einer steigenden Nachfrage während der Sommermonate. Zwar gab es in dieser Woche einen geringen Aufbau der Rohölvorräte dagegen wurde ein erneut kräftiger Abbau der Benzinvorräte verzeichnet, der einen Vorgeschmack auf die Sommersaison liefert und auch die nun höhere Nachfrage in den USA abbildet, nachdem diese in den vergangenen Wochen hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die Verlängerung der Förderbremse der OPEC und Russland um weitere neun Monate dürfte die OECD-Ölvorräte bis Anfang 2018 normalisieren. Allerdings gibt es Risiken für einen erneuten Angebotsüberschuss Mitte kommenden Jahres, wenn die OPEC und Russland ihre Kapazitäten nach dem Ende der vereinbarten Drosselung wieder hochfahren. Hinzu kommt die steigende Produktion der US-Schieferölindustrie. Ein erneutes Überangebot dürfte die Preise im kommenden Jahr nachhaltiger auf Talfahrt schicken als wie wir es in den vergangenen Wochen beobachtet haben, befürchten Experten der HSH Nordbank.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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