Fundamentale Nachricht
13:11 Uhr, 15.11.2017

Rohöl: OPEC hat keinen Spielraum, die Produktion 2018 wieder anzuheben

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am Dienstag über einen merklichen Lagerabbau im dritten Quartal berichtet. Allerdings erwartet die Organisation für 2018 schon wieder steigende Vorräte. Grund ist das stark zunehmende Nich-OPEC-Ölangebot.

Erwähnte Instrumente

  • Brent Crude Öl
    ISIN: XC0009677409Kopiert
    Kursstand: 61,505 $/Barrel (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • WTI Öl
    ISIN: XC0007924514Kopiert
    Kursstand: 55,285 $/Barrel (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Washington/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise neigen am Mittwoch weiter zur Schwäche. Ein Barrel Brent-Future kostete am Mittag 61,54 US-Dollar. Das war ein halbes Prozent günstiger als am Vortag. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel auf 55,26 US-Dollar zurück.

Marktbeobachter erklärten die fallenden Ölpreise mit Hinweisen auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA. Laut dem Interessenverband American Petroleum Institute (API) stiegen die US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche unerwartet deutlich um 6,5 Mio. Barrel. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf ein steigendes Angebot bzw. einer schwachen Nachfrage sein und belasten daher grundsätzlich die Ölpreise. Das US-Energieministerium veröffentlicht die offiziellen Daten heute Nachmittag

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am Dienstag über einen merklichen Lagerabbau im dritten Quartal berichtet. Vom 5-Jahresdurchschnitt der kommerziellen OECD-Ölvorräte weichen die Vorräte per Ende September demnach nur noch um 119 Mio. Barrel ab. Für das laufende Quartal sieht die IEA einen ausgeglichenen Ölmarkt. Im ersten Halbjahr 2018 sollen die Ölvorräte trotz einer steigenden Nachfrage sogar wieder anschwellen. Die globale Ölnachfrage soll 2018 demnach um 1,3 Mio. Barrel pro Tag steigen, das Nicht-OPEC-Angebot allerdings um 1,4 Mio. Barrel pro Tag. Nach Einschätzung der Commerzbank hat die OPEC somit überhaupt keine Möglichkeit, die Produktion im nächsten Jahr anzuheben, sollte das Kartell weiter die Stabilisierung der Ölpreise als oberste Priorität behandeln.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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