Analyse
14:30 Uhr, 16.06.2026

ROCKWELL AUTOMATION - Aus der Fabrik hinein ins Rechenzentrum

Rockwell Automation galt lange als klassischer Ausrüster der Industrie. Doch ausgerechnet der Boom der Künstlichen Intelligenz verschiebt die Geschäfte des US-Konzerns.

Denn wo neue Rechenzentren entstehen, steigen nicht nur Stromverbrauch und Kühlbedarf, sondern auch die Anforderungen an Steuerung, Sicherheit und Ausfallschutz. Für Rockwell öffnet sich damit ein Wachstumsfeld, das über die traditionelle Fabrikautomation hinausgeht.

Während viele Industriekunden große Investitionsentscheidungen weiter aufschieben, verlagert sich die Nachfrage in Bereiche, in denen Effizienz und Verfügbarkeit kaum verhandelbar sind: Halbleiter, Lagerautomatisierung, Energieinfrastruktur und vor allem Rechenzentren. Rockwell profitiert davon, dass diese Anlagen zunehmend wie industrielle Produktionssysteme betrieben werden müssen. Genau dort liegt die Stärke des Konzerns.

Auf der Wells Fargo Industrials & Materials Conference machten Aijana Zellner, Vice President Investor Relations und Market Strategy, sowie Matheus Bulho, Senior Vice President Software and Control, deutlich, dass Rockwell derzeit stärker wächst als viele klassische Industriekunden vermuten lassen. Besonders die Sparten Intelligent Devices sowie Software and Control treiben das Geschäft. Für das Gesamtjahr erhöhte das Unternehmen den Ausblick auf ein organisches Wachstum von 7 %. In Segment Software and Control erwartet Rockwell sogar ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

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