Analyse
14:45 Uhr, 31.08.2026

QUALCOMM setzt mit HBC auf eine Alternative zum klassischen KI-Speicher

Qualcomm treibt den Umbau vom Smartphone-Spezialisten zum breiter aufgestellten Halbleiterkonzern voran. Mit neuen Speichertechnologien, Serverprozessoren und einer offenen Softwareplattform will das Unternehmen künftig stärker am Wachstum der KI-Rechenzentren teilhaben.

Die Strategie trifft bei ersten Großkunden auf Interesse. Ob daraus ein bedeutendes Geschäft entsteht, hängt jedoch davon ab, ob Qualcomm seine hohen Leistungsversprechen in den kommenden Jahren auch unter realen Bedingungen bestätigen kann.

Im Zentrum der Strategie steht eine Technologie namens High-Bandwidth Compute, kurz HBC. Qualcomm will damit eines der größten Probleme moderner KI-Systeme lösen: Während die Rechenleistung von Generation zu Generation rasant zunimmt, wächst die Speicherbandbreite deutlich langsamer. Bei der Ausgabe von KI-Antworten, dem sogenannten Decode, warten die Prozessoren deshalb zunehmend auf Daten. Mehr Rechenkerne allein helfen dann kaum noch.

Qualcomm platziert Rechenlogik unmittelbar neben dem Speicher und will dadurch die Transportwege, den Energieverbrauch und Verzögerungen drastisch reduzieren. Gegenüber dem heute vorherrschenden HBM-Speicher verspricht der Konzern eine sechsmal höhere Leistung je Watt. Während aktuelle HBM-Systeme laut Qualcomm eine Bandbreite von rund 21 bis 22 Terabyte je Sekunde erreichten, soll HBC auf mehrere Hundert Terabyte kommen.

Jetzt weiterlesen mit stock3 Plus

Mit Code STARTPLUS 1. Monat gratis!
1. Monat für
0,00 € 14,99 €

Deine Vorteile:

  • Freier Zugriff auf alle Artikel – auch mobil mit der stock3 App
  • Exklusive Trading-Setups & Investmentideen
  • Monatlich kündbar
Jetzt gratis testen
Nach kostenlosem Testmonat 14,99 € mtl. inkl. MwSt., jederzeit kündbar