Analyse

Porsche-Börsengang soll am 29. September erfolgen

Volkswagen will die Sportwagentochter Porsche am 29. September an die Börse bringen. Es handelt sich um einen der größten Börsengänge der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Für Volkswagen-Aktionäre winkt eine Sonderdividende mit einer Dividendenrendite von rund 12 %.

Erwähnte Instrumente

  • Volkswagen AG - WKN: 766400 - ISIN: DE0007664005 - Kurs: 196,350 € (XETRA)
  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 145,460 € (XETRA)
  • Porsche Automobil Holding SE - WKN: PAH003 - ISIN: DE000PAH0038 - Kurs: 66,860 € (XETRA)

Wie bereits bekannt, sollen bis zu 25 % der Vorzugsaktien an der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG aus dem Bestand der Volkswagen AG bei Investoren platziert werden.

Der Volkswagen-Vorstand legte die Preisspanne für die zu platzierenden Vorzugsaktien am Sonntag auf 76,50 Euro bis 82,50 Euro fest. Insgesamt sollen im Rahmen des Börsengangs bis zu 113.875.000 Porsche-Vorzugsaktien aus dem Bestand der Volkswagen AG bei Investoren platziert werden, wovon 14.853.260 Aktien mögliche Mehrzuteilungen abdecken sollen.

Der Bruttoerlös (einschließlich etwaiger Mehrzuteilungen) soll zwischen 8,71 bis 9,39 Milliarden Euro liegen. Es würde sich damit um einen der größten Börsengänge in Deutschland bisher handeln. Am oberen Ende der Preisspanne würde der Börsenwert des Sportwagenbauers Porsche rund 75 Milliarden Euro betragen. Die Zeichnungsfrist soll voraussichtlich am 20. September beginnen und bis zum 28. September gehen.

Zusätzlich zum Börsenlisting der Vorzugsaktien werden 25 % plus eine Aktie der Stammaktien des Sportwagenbauers Porsche in zwei Tranchen an die Porsche Automobil Holding SE verkauft. Der Kaufpreis liegt beim Platzierungspreis der Vorzugsaktien zuzüglich einer Prämie von 7,5 %. Damit wird der Kaufpreis für die Stammaktien zwischen 9,36 Milliarden Euro und 10,10 Milliarden Euro liegen. Der Kaufvertrag wurde am Sonntag unterzeichnet. Die Porsche Automobil Holding ist die Holding der Familien Porsche und Piëch, die 53,3 % der Stammaktien und insgesamt 31,9 % des gezeichneten Kapitals von Volkswagen hält.

Bei einem erfolgreichen Börsengang will Volkswagen 49 % der Bruttogesamterlöse aus der Platzierung der Vorzugsaktien und dem Verkauf der Stammaktien in Form einer Sonderdividende Anfang 2023 an die Volkswagen-Aktionäre ausschütten. Den Beschluss soll eine außerordentliche Hauptversammlung im Dezember fassen. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses dürfte die Dividendenrendite der Sonderdividende in einer Größenordnung von rund 12 % liegen.

Weitere Hintergründe zum Porsche-Börsengang können Sie in dem folgenden Artikel nachlesen: PORSCHE IPO geplant: Was man dazu wissen muss - und ob man nun Aktien von Volkswagen oder Porsche kaufen sollte

Volkswagen-Vorzugsaktie
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Vorzugsaktie der Porsche Automobil Holding
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Volkswagen AG Vz. (long)

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Oliver Baron
Oliver Baron
Experte für Anlagestrategien

Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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