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14:51 Uhr, 25.10.2010

Physischer ETF: Kupfer bekommt Unterstützung

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  • Kupfer
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    Aktueller Kursstand:   (ARIVA Indikation)

London (BoerseGo.de) – die Gerüchteküche brodelt schon seit Wochen – jetzt ist es Gewissheit: J.P. Morgan wird den ersten ETF auf den Markt bringen, der mit physischem Kupfer hinterlegt sein wird. Der ETF gibt Investoren die Möglichkeit, an der Kupferpreisentwicklung teilzuhaben, ohne selbst Kupfer kaufen und lagern zu müssen. Die Logistik – den Einkauf, Transport und die Lagerhaltung des Metalls – wird die J.P.-Morgan-Tochter Henry Bath Group übernehmen. Die Kosten hierfür werden den weiteren Angaben zufolge in die Anteile des ETFs eingerechnet. Auch die britische ETF Securities kündigte unlängst an, physisch besicherte ETFs auf Industriemetalle, darunter auch Kupfer, anbieten zu wollen. Kupfer, ein Schlüsselrohstoff in der Baubranche, ist derzeit der Liebling vieler Anleger. Das Metall notiert an der Londoner Warenterminbörse LME nur noch knapp fünf Prozent unter seinem Allzeithoch bei 8940 Dollar pro Tonne. Das Motiv von J.P. Morgan liegt auf der Hand: Der Kupfermarkt, so schreibt die Großbank auch in ihrem Antrag, den sie bei der Börsenaufsicht SEC in den USA für den ETF stellte, befindet sich in einer für Investoren interessanten Lage, da es Probleme bei der Ausweitung der Abbaumengen bei den Minen und gleichzeitig eine Belebung der Nachfrage gebe. Das resultierende Angebotsdefizit spricht für steigende Preise. Ebenso begann auch die Markteinführung von physischen Gold-ETFs. Der SPDR Gold Trust, der größte derartige ETF, ist heute 55 Milliarden Dollar schwer. Zur Besicherung des SPDR Gold Trust lagern heute rund 1300 Tonnen Gold, das entspricht mehr als der Hälfte der gesamten jährlichen Goldfördermenge. Alle Gold-ETFs weltweit addiert kommt man sogar auf über 2000 Tonnen Gold. Beobachten Sie die Entwicklung der Gold-Hinterlegungen aller weltweit handelbaren Gold-ETFs auf http://www.boerse-go.de/jandaya/#Tools/Edelmetall-ETF-Flow/Gold

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Über den Experten

Jochen Stanzl
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets

Jochen Stanzl begann seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG (jetzt stock3 AG), wo er 18 Jahre lang mit den Marken GodmodeTrader sowie Guidants arbeitete und Marktkommentare und Finanzanalysen erstellte.

Er kam im Jahr 2015 nach Frankfurt zu CMC Markets Deutschland, um seine langjährige Erfahrung einzubringen, mit deren Hilfe er die Finanzmärkte analysiert und aufschlussreiche Stellungnahmen für Medien wie auch für Kunden verfasst. Er ist zu Gast bei TV-Sendern wie Welt, Tagesschau oder n-tv, wird zitiert von Reuters, Handelsblatt oder DPA und sendet seine Einschätzungen über Livestreams auf CMC TV.

Jochen Stanzl verfolgt einen kombinierten Ansatz, der technische und fundamentale Analysen einbezieht. Dabei steht das 123-Muster, Kerzencharts und das Preisverhalten an wichtigen, neuralgischen Punkten im Vordergrund. Jochen Stanzl ist Certified Financial Technician” (CFTe) beim Internationalen Verband der technischen Analysten IFTA.

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