NOVO NORDISK stampft die Preise in den USA weiter ein
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- Eli Lilly and CompanyKursstand: 1.058,560 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der VeröffentlichungVerkaufenKaufen
- Novo Nordisk AS - WKN: A3EU6F - ISIN: DK0062498333 - Kurs: 32,780 € (XETRA)
- Eli Lilly and Company - WKN: 858560 - ISIN: US5324571083 - Kurs: 1.058,560 $ (NYSE)
Für das Adipositasmittel Wegovy entspricht das einer Reduktion um 50 %, für das Diabetespräparat Ozempic einem Abschlag von 34 %. Auch die Tablettenvarianten wie Rybelsus werden in die Preisanpassung einbezogen. Es ist das erste Mal, dass der Konzern die offiziellen Listenpreise dieser milliardenschweren Produkte senkt.
Bislang hatte Novo Nordisk vor allem mit Rabatten, Rückvergütungen an Versicherer und Direktvertriebsmodellen für Selbstzahler operiert. Die Nettoerlöse lagen daher bereits deutlich unter den offiziellen Listenpreisen. Nun wird der Preiskampf sichtbar auf der offiziellen Preisschiene geführt.
Eskalation im Milliardenmarkt
Der Schritt verschärft die Konkurrenz mit dem US-Rivalen Eli Lilly, der mit den Präparaten Zepbound und Mounjaro zuletzt Marktanteile gewann. Der globale Markt für GLP-1-Therapien zur Gewichtsreduktion und Diabetesbehandlung wird derzeit auf rund 72 Mrd. USD geschätzt. Analysten erwarten bis 2030 ein Wachstum auf etwa 139 Mrd. USD. Kaum ein Segment der Pharmabranche wächst dynamischer und verspricht zugleich vergleichsweise hohe Margen.
Trotz Millionen behandelter Patienten galten die hohen Listenpreise als zentrale Eintrittsbarriere. Viele Krankenversicherungen decken die Therapien nur eingeschränkt ab, und bei Selbstbehalten orientieren sich Zuzahlungen häufig prozentual am Listenpreis. Genau hier setzt die Maßnahme an. Ziel sei es, die finanzielle Belastung insbesondere für Patienten mit hohen Selbstbehalten zu senken, erklärte US-Manager Jamey Millar. Bereits zuvor hatte Novo Nordisk Barpreise für Selbstzahler je nach Dosierung auf 149 bis 499 USD reduziert. Auch Eli Lilly bietet Zepbound mit 299 bis 449 USD deutlich unter dem früheren Listenpreis von über 1.000 USD an.
Zeitlich fällt die Entscheidung mit einer strukturellen Veränderung im US-Gesundheitssystem zusammen. Ab Januar 2027 greifen neue, niedrigere Erstattungspreise im staatlichen Medicare-Programm. Für Ozempic und Wegovy wurden dort im Zuge von Preisverhandlungen 274 USD pro 30-Tage-Packung festgelegt. Der nun angekündigte Listenpreis von 675 USD liegt zwar weiterhin deutlich darüber, reduziert jedoch die Diskrepanz erheblich.
Novo Nordisk reagiert damit nicht nur auf den Wettbewerb, sondern auch auf politischen Druck, die Arzneimittelkosten in den USA zu senken. In Washington stehen insbesondere hochpreisige Blockbustertherapien unter intensiver Beobachtung. Die Senkung der offiziellen Listenpreise könnte helfen, Kritik an intransparenten Rabattstrukturen zu entschärfen und den Zugang zu verbreitern.
Fazit: Der Preiskampf tobt. Novo Nordisk hat kaum eine andere Wahl als die Preise zu senken. Die Konkurrenz wird nicht kleiner, der politische Druck wächst. Das schmälert künftig die Marge, obwohl der Markt weiter rasant wächst. Novo Nordisk muss jetzt an Lösungen arbeiten, damit künftig besser umgehen zu können.
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