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Kommentar
09:10 Uhr, 09.01.2026

Non-Farm Payrolls: Marcus Klebe erwartet begrenzte Auswirkungen auf die Fed

Die Non-Farm Payrolls rücken erneut in den Fokus – doch laut Daytrader und Analyst Marcus Klebe dürfte der Bericht nur dann echte Marktimpulse liefern, wenn die Daten klar überraschen. 66.000 Stellen gelten als erwartet, schauen wir, wie das Ergebnis ausfällt.

Erwähnte Instrumente

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Non-Farm Payrolls: Marcus Klebe erwartet begrenzte Auswirkungen auf die Fed – sofern es keine klare Überraschung gibt

Nach Einschätzung des Daytraders und Marktanalysten Marcus Klebe dürfte der anstehende US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve nur dann spürbar verändern, wenn die Daten deutlich von den Markterwartungen abweichen.

Klebe rechnet mit einem Stellenzuwachs von rund 66.000 Arbeitsplätzen, nach 64.000 im Vormonat. Damit läge der Wert im Bereich der aktuellen Konsensschätzungen. Ein Ergebnis in dieser Größenordnung würde aus seiner Sicht eher als Bestätigung des bestehenden Marktbildes gewertet werden – nicht als neuer Impulsgeber.

„Der Markt ist bereits auf eine Abschwächung eingestellt“, so Klebe. „Solange das Beschäftigungswachstum niedrig, aber positiv bleibt, wird der Bericht eher als Zeichen einer kontrollierten Abkühlung interpretiert – nicht als Warnsignal.“

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Fed-Erwartungen derzeit gut verankert

An den Zinsmärkten sind aktuell zwei Zinssenkungen für dieses Jahr eingepreist, wobei der erste Schritt weiterhin für Ende April erwartet wird. Klebe geht davon aus, dass dieses Szenario relativ stabil ist und nur durch eine deutliche Abweichung bei den Arbeitsmarktdaten infrage gestellt würde.

„Kleine Abweichungen nach oben oder unten reichen nicht aus“, erklärt er. „Um den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung spürbar zu verschieben, müsste der Arbeitsmarkt entweder klar stärker oder deutlich schwächer ausfallen als erwartet.“


Welche NFP-Ergebnisse für die Märkte relevant sind

Aus Marktsicht hebt Klebe mehrere Schwellenwerte hervor, die für Investoren entscheidend sein dürften:

  • Rund 70.000 bis 100.000 neue Stellen
    Dieses Szenario gilt als konstruktiv für Aktienmärkte. Es signalisiert weiteres Wirtschaftswachstum ohne neue Inflationsrisiken und stützt den Pfad einer schrittweisen geldpolitischen Lockerung.
  • Unter 50.000 neue Stellen
    Ein solcher Wert würde unter die geschätzte „Break-even“-Schwelle des Arbeitsmarktes fallen und Sorgen vor einer stärkeren konjunkturellen Abkühlung schüren. Die Folge könnten erhöhte Volatilität und defensive Marktreaktionen sein.
  • Über 120.000 bis 125.000 neue Stellen
    In diesem Fall könnten Marktteilnehmer den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung neu bewerten und Erwartungen eher in Richtung Frühsommer verschieben.

„Der Markt sucht aktuell keinen Extremwert“, fasst Klebe zusammen. „Weder eine deutliche Schwäche noch eine neue Beschleunigung – gefragt ist Stabilität auf niedrigem Niveau.“


Volatilität dürfte überschaubar bleiben

Trotz der hohen Bedeutung des Arbeitsmarktes für die Geldpolitik rechnet Klebe nicht mit starken Ausschlägen rund um die Veröffentlichung. Positionierung und implizite Volatilität deuten darauf hin, dass Marktteilnehmer auf ein eher ruhiges Szenario eingestellt sind – vorausgesetzt, die Daten bleiben im erwarteten Rahmen.

„Das ist eher ein Bestätigungs- als ein Wendepunkt-Event“, so Klebe. „Erst wenn die Zahlen das bestehende Narrativ klar infrage stellen, dürfte es zu stärkeren Marktbewegungen kommen.“


Fazit

Mit einer erwarteten Stellenzunahme von 66.000 bleibt der US-Arbeitsmarkt zwar im Abkühlungsprozess, zeigt aber weiterhin Stabilität. Solange der Bericht dieses Bild bestätigt, dürfte sich an den Erwartungen für die Geldpolitik der Federal Reserve wenig ändern.

Für die Märkte zählt daher weniger die absolute Zahl als vielmehr die Frage, ob der Bericht das Soft-Landing-Narrativ bestätigt oder bricht. Nur bei einer deutlichen Überraschung ist mit nachhaltigen Marktreaktionen zu rechnen.

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