US-Börsenfeiertage: Warum sie für europäische Trader entscheidend sind
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US-Börsenfeiertage werden von europäischen Marktteilnehmern häufig unterschätzt, haben aber einen spürbaren Einfluss auf Liquidität, Volatilität und Marktmechanik. Da die USA mit dem S&P 500, dem Nasdaq und dem US-Dollar die globalen Leitmärkte stellen, wirkt sich ein Handelsstillstand oder verkürzter Handel dort unmittelbar auch auf europäische Märkte aus.
Am heutigen 19. Januar 2026 bleiben die US-Börsen...
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...aufgrund des Martin Luther King Day geschlossen. An solchen Tagen fehlt nicht nur das US-Aktienvolumen, sondern auch ein wesentlicher Teil der globalen Liquidität im Future-, FX- und Anleihehandel. Für europäische Trader bedeutet das häufig ruhigere Märkte, engere Handelsspannen – aber auch unzuverlässigere Bewegungen.
Gerade Indizes wie der DAX oder der Euro Stoxx 50 zeigen an US-Feiertagen oft ein verzerrtes Bild. Bewegungen wirken technisch sauber, verlieren aber an Aussagekraft, da der wichtigste Impulsgeber fehlt. Auch im Devisenmarkt ist Vorsicht geboten: Weniger US-Teilnehmer führen oft zu geringerer Dynamik im EUR/USD oder GBP/USD, während einzelne Orders überproportionalen Einfluss haben können.
Ein weiterer Punkt ist das Risikomanagement. Stops können an solchen Tagen schneller und „unsauberer“ abgeholt werden, weil Marktbreite fehlt. Viele professionelle Trader reduzieren deshalb bewusst ihre Positionsgröße oder bleiben ganz an der Seitenlinie.
Die wichtigsten jährlichen US-Börsenfeiertage (NYSE):
- New Year’s Day (Neujahr)
- Martin Luther King Jr. Day (3. Montag im Januar)
- Washington’s Birthday / Presidents’ Day (3. Montag im Februar)
- Good Friday (Karfreitag)
- Memorial Day (letzter Montag im Mai)
- Juneteenth National Independence Day
- Independence Day (4. Juli)
- Labor Day (1. Montag im September)
- Thanksgiving Day (4. Donnerstag im November)
- Christmas Day (25. Dezember)
Für europäische Trader gilt daher: US-Feiertage sind keine „neutralen“ Handelstage. Sie erfordern Anpassungen in Strategie, Erwartungshaltung und Positionsmanagement. Wer diese Tage bewusst einordnet, vermeidet unnötige Trades und schützt Kapital – was langfristig oft wichtiger ist als jede zusätzliche Marktchance.
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