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Kommentar
08:26 Uhr, 23.01.2026

Gold $5.000 – Gedanken zum Edelmetall

Während sich die Aktienmärkte weiterhin auf Quartalszahlen und fokussieren, übernimmt Gold zunehmend eine neue Rolle im globalen Finanzsystem. In einem Umfeld aus geopolitischen Spannungen, institutioneller Unsicherheit und verschiebenden Kapitalströmen wird das Edelmetall mehr und mehr zum zentralen Risikobarometer.

Erwähnte Instrumente

  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 4.953,82 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Traditionell steht während der Earnings-Saison der S&P 500 im Mittelpunkt der Märkte, da Unternehmensgewinne maßgeblich die Risikobereitschaft der Investoren steuern. Doch zu Beginn des Jahres 2026 zeigt sich ein ungewohntes Bild: Geopolitische Verwerfungen und institutionelle Spannungen überlagern zunehmend die Bedeutung einzelner Quartalszahlen. Die jüngsten Zollandrohungen von Präsident Trump im Zusammenhang mit dem Grönland-Konflikt sowie die Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen Fed-Chef Jerome Powell haben zwei zentrale Stabilitätsanker der Märkte ins Wanken gebracht – Handelssicherheit und geldpolitische Unabhängigkeit.

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In diesem Umfeld konnte Gold ein neues Allzeithoch bei 4.923 US-Dollar markieren und sich anschließend oberhalb von 4.840 US-Dollar stabilisieren. Entscheidend ist dabei weniger der reine Preis, sondern die veränderte Funktion des Edelmetalls. Gold ist längst nicht mehr nur eine defensive Absicherung für Krisenzeiten, sondern entwickelt sich zunehmend zum zentralen Ventil für systemische Spannungen über alle Assetklassen hinweg.

Ein klarer Beleg dafür ist das Verhältnis von S&P 500 zu Gold, das auf ein Mehrjahrestief von rund 1,4 gefallen ist. Trotz hoher Gewinnerwartungen – insbesondere getragen von den „Magnificent Seven“ – kämpft der Aktienmarkt mit einem übergeordneten „Sell America“-Narrativ. Selbst kurzfristige Erholungen, ausgelöst durch aufgeschobene oder abgeschwächte Zollmaßnahmen, ändern nichts an der strukturellen Schwäche dieses Verhältnisses. Kapital wird zunehmend in liquide, makrosensitive Assets umgeschichtet – und weniger in reines Wachstum.

Geopolitische Ereignisse wirken dabei als zusätzlicher Katalysator. Die militärische Intervention in Venezuela zu Jahresbeginn hat neue Unsicherheiten im globalen Energiehandel und in der maritimen Sicherheit geschaffen und verstärkt langfristige Tendenzen zur Ent-Dollarisierung. Gleichzeitig haben die erneuten Zollandrohungen gegenüber europäischen Partnern deutlich gemacht, wie schnell Handelswege politisiert werden können – ein Umfeld, in dem Kapitalerhalt wichtiger wird als optimistische Gewinnprognosen.

Parallel dazu zeichnet sich eine Rotation innerhalb der Aktienmärkte ab. Der Technologiesektor, noch 2025 der mit Abstand am stärksten überfüllte Trade, zeigt Ermüdungserscheinungen. Hohe Bewertungen, nachlassende Wachstumsdynamik und zunehmender Margendruck sorgen dafür, dass selbst solide Earnings nicht mehr automatisch zu nachhaltiger Outperformance führen. Kapital sucht verstärkt Zuflucht in stabileren Sektoren – und in Gold.

Insgesamt entwickelt sich Gold damit vom klassischen Absicherungsinstrument hin zu einem echten Momentum-Asset. In einer Phase, in der Zweifel an US-Dollar, Zinspfad und institutioneller Stabilität zunehmen, absorbiert Gold Risiken, die von den Aktienmärkten nur noch schwer eingepreist werden können. Für Investoren und Trader im Jahr 2026 ist damit nicht mehr allein die nächste Tech-Bilanz entscheidend, sondern die Frage, wie lange Gold diese systemische Rolle behaupten kann – und ob die Marke von 5.000 US-Dollar mehr ist als nur eine psychologische Projektion.

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