Midday-Flash: Ölpreis sinkt deutlich – DAX hält sich knapp im Plus
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Der DAX behauptet sich zur Mittagszeit mit einem kleinen Plus, obwohl Volkswagen und die Chipwerte als zwei gewichtige Blöcke bremsen. Deutlich stärker bewegt sich der Ölmarkt: Brent gibt spürbar nach und dämpft damit den Inflationsdruck. Die US-Futures deuten dagegen einen etwas schwächeren Start an, vor allem im Technologiesektor.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 26.152,58 Punkten und liegt damit 0,13 % im Plus. Getragen wird der Index dabei nicht von seinen Schwergewichten: Volkswagen steht nach den Aussagen von Vorstandschef Oliver Blume zur Kostenlage unter Druck, und die heimischen Halbleiterwerte um Infineon und Aixtron geben angesichts geopolitischer Risiken und der Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs vor Jackson Hole sowie den anstehenden Nvidia-Zahlen nach.
Der Index kam im frühen Handel entsprechend nicht recht vom Fleck, hält sich aber trotz dieser Bremsklötze knapp über der Vortagslinie.
Für die Wall Street deuten die Terminmärkte einen verhaltenen Auftakt an. Der S&P-500-Future steht bei 7.665,18 Punkten und damit 0,12 % unter dem Vortagsschluss des Kassaindex von 7.674,37 Zählern. Deutlicher fällt der Nasdaq-100-Future zurück: 29.155,83 Punkte bedeuten ein Minus von 0,52 % gegenüber dem Kassaschluss von 29.308,86 Punkten. Die Schwäche konzentriert sich damit klar auf den Technologiebereich, der auch hierzulande die Halbleiterwerte belastet.
Bitcoin notiert bei 77.553,65 USD und gibt 0,22 % nach, nachdem die Kryptowährung auf Wochensicht rund 21 % zugelegt hat und die Spot-ETFs Zuflüsse von 1,918 Mrd. USD verzeichneten. Bridgewater-Gründer Ray Dalio empfiehlt einen Bitcoin-Anteil im Portfolio als Absicherung gegen Risiken aus US-Staatsanleihen.
EUR/USD gibt 0,11 % auf 1,17 nach, während deutsche Staatsanleihen leicht zulegen: Der Bund-Future steht bei 123,91 Punkten, die zehnjährige Rendite bei 3,24 %. EZB-Direktoriumsmitglied Cipollone sieht keine Anzeichen für Stagflation.
Gold gewinnt 0,41 % auf 4.699,60 USD, gestützt von Sorgen um die US-Finanzlage: Finanzminister Bessent weitet die Rückkäufe von Staatsanleihen aus, weil die jährlichen Zinskosten 1 Bio. USD übersteigen. Brent verliert 3,56 % auf 91,03 USD. An der Straße von Hormus meldet TotalEnergies zwar einen ruhigen Rohöltransport, doch ein Schiffs-Sicherheitsvorfall und iranische Gebührenforderungen sorgen für Unsicherheit. Der Rückgang des Ölpreises entlastet gleichwohl die Inflationserwartungen und stützt damit die Anleihemärkte.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| Wacker Chemie | +4,19 % |
| CTS Eventim AG & Co. | +2,43 % |
| thyssenkrupp | +1,91 % |
| VERBIO Vereinigt.BioEnergie | -3,04 % |
| Volkswagen AG Vz. | -2,13 % |
| SUSS MicroTec | -1,91 % |
Aktien-News
Im Zentrum steht Volkswagen: Vorstandschef Oliver Blume bezeichnet die Lage als "mehr als kritisch" und kündigt weitere Einsparungen an. Die Vorzüge brechen ein und bilden das DAX-Schlusslicht. UBS-Analyst Patrick Hummel warnt zudem vor einem erhöhten Risiko von Gewinnwarnungen bei den deutschen Herstellern, was den Druck über den Einzelwert hinaus auf den gesamten Automobilsektor ausdehnt.
Der zweite Belastungsblock ist die Halbleiterbranche. Infineon, Aixtron und Süss Microtec geben nach, belastet von schwachen Asien-Vorgaben und Zinssorgen. Die Zurückhaltung vor den Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch verstärkt die Bewegung. OHB verliert 5,7 % auf 207,50 EUR und markiert den fünften Verlusttag in Folge.
Abseits davon liefert die Energieseite eine langfristige Weichenstellung: Uniper schließt mit Equinor einen Erdgas-Liefervertrag über 15 Jahre, der ab 2027 jährlich mehr als 30 Terawattstunden über bestehende Pipelines nach Deutschland bringt.
Bei den Rohstoffwerten setzt Morgan Stanley einen klaren Akzent: Die Coverage von ArcelorMittal startet mit "Overweight" und einem Kursziel von 82 USD, während Rio Tinto mit "Underweight" und einem Kursziel von 90 USD bewertet wird.
Zum Wochenauftakt beschäftigt die Logistikbranche zudem der Tod von Klaus-Michael Kühne im Alter von 89 Jahren. Der Mehrheitsbesitzer von Kühne+Nagel überträgt sein Vermögen an die Kühne-Stiftung, deren Holding auch Anteile an Lufthansa, Hapag-Lloyd und Brenntag hält.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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